Breitbandversorgung in der VG

Neue Förderprogramme für die Breitbandversorgung: Vorhaben „Breitbandausbau“; Aufgabenübernahme durch die Verbandsgemeinde Saarburg gemäß §67 Absatz 4 GemO: So lautet der Tagesordnungspunkt, der derzeit in Sitzungen der Ortsgemeinderäte behandelt wird. Hintergrund sind neue Bundes- und Landesförderprogramme, von denen die Verbandsgemeinde Saarburg im Verbund mit dem Kreis Trier-Saarburg profitieren will. Denn das Thema Breitbandversorgung hat für Bürgermeister Jürgen Dixius nach wie vor höchste Priorität.

Nachdem es mit dem Funkanbieter Telecab in Teilen Probleme gegeben hat, hat sich die Verbandsgemeinde in Kooperation mit den Ortsgemeinden um alternative Anbieter bemüht. Telecab hatte den Zuschlag nach der öffentlichen Ausschreibung Ende 2010 bekommen und mit der Versorgung per Funk begonnen.

Vielerorts in der VG sind die Menschen inzwischen durch unterschiedliche Telekommunikationsanbieter kabelgebunden mit schnellem Internet versorgt. So wurden Kooperationsverträge mit der Deutschen Telekom in Fisch und Wincheringen geschlossen, mit RWE für Mannebach sowie mit Inexio für Schoden, Ayl, Irsch, Ockfen und Serrig. In Saarburg, Freudenburg und Helfant ist über Telekom teilweise aufgerüstet worden. In Teilen von Saarburg und Trassem ist über Kabeldeutschland aufgerüstet worden. Kastel-Staadt soll über eine Kooperation mit Inexio Mitte August angeschlossen sein. Taben-Rodt und Hamm sowie Krutweiler sollen in absehbarer startklar sein, wenn die entsprechenden Bauanträge durch die Wasserschifffahrts-Verwaltung genehmigt sind.

Um die verbleibenden, nicht ausreichend versorgten Bereiche abzudecken –  dies betrifft vor allem den Saargau – sollen Leerrohre verlegt werden, die bei erfolgreicher Anbietersuche diesem zur Verfügung gestellt werden und er sie mit Glasfaserkabeln versehen kann. Für diese – gerade auf dem Saargau durch die großen Distanzen - sehr kostspielige Investition soll jetzt eine neue Förderquelle angezapft werden.

90 Prozent der förderfähigen Kosten werden von Bund und Land getragen. Um die Fördermittel beantragen zu können, wird die Bildung eines Projektgebietes in der Größe eines Landkreises vorausgesetzt. Aus diesem Grund haben sich die Bürgermeister der Verbandsgemeinden im Kreis Trier-Saarburg auf ein gemeinsames Vorgehen auf Kreisebene verständigt. Zu diesem Zweck muss im ersten Schritt die Aufgabe Breitbandausbau als Selbstverwaltungsaufgabe der Ortsgemeinden mit deren Zustimmung auf die Verbandsgemeinde übertragen werden – daher der entsprechende Tagesordnungspunkt in den Ortsgemeinderatssitzungen.

Von der geplanten Ausbaustrategie profitieren nicht allein schlecht versorgte Ortsgemeinden. Auch die nach heutigem Stand vermeintlich besser versorgten oder kürzlich ausgebauten Ortsgemeinden können von dem geplanten flächendeckenden Ausbau leistungsfähigere Telekommunikationsnetze profitieren. Ziel des Projektes auf Kreisebene ist eine flächendeckende Versorgung (mindestens 85 Prozent der Haushalte) mit einer Bandbreite von mindestens 50 Mbit/s im Download bzw. mindestens 30 Mbits/s für mindestens 95 Prozent der Haushalte.