stadt kauft Blümchesfeld 13

Dritte Kindertagesstätte für Saarburg: Mit ihren Unterschriften haben Saarburgs Bürgermeister Jürgen Dixius und Dr. Petra Wriedt, stellvertretende Geschäftsführerin des Landesbetriebs Liegenschafts- und Baubetreuung, den Vertrag zum Verkauf des Fortbildungsinstitutes Blümchesfeld 13 in Saarburg besiegelt. In seiner Sitzung am 22. September dieses Jahres hatte der Stadtrat den Erwerb der Landes-Immobilie zum Preis von 826.000 Euro gebilligt.

Viele Jahre diente das zweigeschossige Gebäude als Standort für Fortbildungen für Lehrer sowie die Ausbildung von Justizfachwirten. Zwei weitere Lehrgänge dürfen die Justizfachwirte im kommenden Jahr dort noch abhalten. Ende Mai ist endgültig Schluss mit allen Lehrgängen im Blümchesfeld 13.

„Leider möchte das Land Rheinland-Pfalz dieses Haus nicht mehr für die Lehrerfortbildung und die Ausbildung von Justizfachwirten nutzen“, erklärte Bürgermeister Jürgen Dixius während der Vertragsunterzeichnung gegenüber der Presse. Gleichwohl möchte die Stadt diese Ausbildung auch in Zukunft am Standort Saarburg angesiedelt sehen. Eine entsprechende Adresse ist laut Dixius bereits gefunden.  So soll das von den Franzosen hinterlassene leerstehende Hotel neben dem ehemaligen Offizierskasino in Beurig, in dem seit April 2015 der Kindergarten St. Laurentius ein neues Zuhause gefunden hat, zur Ausbildungsstätte mit Übernachtungsmöglichkeiten umfunktioniert werden. Von ihrer Lage und der Größe her biete sich die Immobilie an.

Für die weitere Nutzung des bisherigen Fortbildungsinstitutes hat die Stadt ebenfalls einen konkreten Plan: Auf dem 6500 Quadratmeter großen Grundstück wird die Stadt die geplante dritte Kindertagesstätte für Saarburg unterbringen. Sie ist zunächst als viergruppige Einrichtung vorgesehen, enthält jedoch eine Erweiterungsoption auf fünf bis sechs Gruppen. Unabhängig vom Kaufpreis wird die Stadt in den kindgerechten Umbau des Gebäudes sechsstellig investieren müssen – beispielsweise in entsprechende Toilettenräume oder Brandschutzvorrichtungen. Die genauen Kosten ermittelt derzeit ein beauftragtes Ingenieurbüro.

Bevor es mit den Umbauten im Gebäude losgeht, wird zunächst die Zufahrtsstraße zur künftigen Kindertagesstätte ausgebaut. Dort ist der Begegnungsverkehr derzeit nur eingeschränkt möglich. „Kaufpreis  und notwendige Investitionen in das Gebäude stellen für die Stadt eine Herausforderung dar“, sagte Jürgen Dixius. „Dennoch investiert die Stadt gerne in dieses Projekt. Es war immer unser Ziel, auf der linken Saarseite wieder einen Kindergarten einzurichten, nachdem die Einrichtung Auf dem Graben Anfang 2015 sehr kurzfristig wegen anhaltender baulicher Mängel weggefallen ist. Die Stadt investiert in die Betreuung der Kinder und leistet damit einen wertvollen Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf.“

Dr. Petra Wriedt freute sich ebenfalls über die künftige Nutzung des Gebäudes und sprach von einer „passgenauen Lösung“.