Kommunal- und Verwaltungsreform

Fusionsverhandlungen mit der VG Kell am See: Innerhalb der vor einiger Zeit in Rheinland-Pfalz begonnenen Kommunal- und Verwaltungsreform zeichnet sich eine weitere Fusion zweier Verbandsgemeinden ab. Entsprechend dem Willen der Landesregierung hatte sich die Verbandsgemeinde Kell am See „auf die Suche“ nach einem Fusionspartner für seine VG machen müssen.

Nach mehreren Sondierungs-Gesprächen mit den Verbandsgemeinden Hermeskeil, Ruwer und Saarburg spricht der Lenkungsausschuss der VG Kell am See nun die Empfehlung aus, vorrangig mit der VG Saarburg weitere Fusionsverhandlungen zu führen. Die Ausschussmitglieder sind überzeugt, „dass sich die Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde Kell am See als Einheit am besten in der Verbandsgemeinde Saarburg abbilden lassen“, heißt es in einem entsprechenden Schreiben. „Unser hiesiger Raum wird sich so am besten weiterentwickeln lassen zu einer neuen Verbandsgemeinde, die ihre Aufgaben langfristig auf einem qualitativ hochwertigen Niveau und wirtschaftlich wahrnehmen kann“, sagt Kells Bürgermeister Martin Alten.

Ein weiterer Aspekt bei der Entscheidung sei, dass eine Verbandsgemeinde mit rund 33.000 Einwohnern in 29 Ortsgemeinden auf einer Fläche von rund 359 Quadratkilometern entstehen würde, die die größte im Landkreis Trier-Saarburg wäre. Alten: „Bei dieser Größenordnung kann davon ausgegangen werden, dass der langfristige Bestand gesichert ist und bei einer zukünftigen Kommunalreform diese Verbandsgemeinde nicht zur Disposition stehen wird.“

Bei einer Bürgerbefragung vor vier Jahren hatten 45,59 Prozent angegeben, im Falle einer Fusion am liebsten mit der VG Saarburg zusammenzugehen. 33,68 Prozent hatten sich für eine Fusion mit der VG Hermeskeil ausgesprochen, 17,67 Prozent für eine Fusion mit der VG Ruwer.

Saarburgs Bürgermeister Jürgen Dixius begrüßt die Entscheidung der Keller für die VG Saarburg: „Ich sehe hierin eine große Chance, dass sich eine Region insgesamt weiterentwickeln kann, wobei bestehende Einrichtungen auch weiterhin bestehen bleiben sollten. Eine zusätzliche Chance liegt darin, eine effektive Verwaltungsstruktur aufzubauen mit dem Ziel, den guten Service für alle Bürgerinnen und Bürger zu erhalten.“

Besonders wichtig ist dem Saarburger Verwaltungschef, dass die Orte ihr Entwicklungspotenzial ausbauen können, denn dort finde das Leben statt. „In den kommenden Wochen werden wir uns über die mögliche Umsetzung unterhalten und Konzepte entwickeln. Es gilt, die Ortsgemeinden zeitnah einzubinden“, so Dixius.