Bebauungsplanänderung "Berggarten Walles"

Wegeparzelle bleibt im Plan: Das im Saarburger Neubaugebiet „Berggarten-Walles“ vorgesehene Jugendwohnheim wird dort nicht hinkommen. Das steht nach der jüngsten Stadtratsitzung am Donnerstag, 17. August, mit ihrem Tagesordnungspunkt „Änderung des Bebauungsplans für das Teilgebiet Berggarten-Walles“ fest. Bestandteil der Bebauungsplanänderung war das Jugendwohnheim indes nicht, da es für dieses Jugendwohnheim keiner gesonderten Genehmigung bedurfte.  

Ein Investor hatte das Neubaugebiet ausgewählt,  um dort ein Haus zu errichten, in dem etwa zehn – von Fachkräften der Jugendhilfe betreute - Jugendliche ein Zuhause finden sollten, die zu ihrem eigenen Schutz vom Jugendamt aus ihren Familien herausgenommen werden müssen. Nach Widerständen von Grundstücksbesitzern des Neubaugebietes haben sich Investor und Stadtrat dazu entschlossen, diesen Standort nicht weiter für die Ansiedlung des Jugendwohnheims zu verfolgen. Ob und an welchem alternativen Standort in der Stadt möglicherweise ein Jugendwohnheim angesiedelt wird, ist derzeit offen.

Die Änderung des Bebauungsplans hat der Stadtrat einstimmig verabschiedet, nachdem er die Stellungnahmen beraten hatte, die im Zuge der Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung eingegangen waren. Damit folgte das Gremium auch den Wünschen der Anwohner, die sich dafür ausgesprochen hatten, am in der Planung vorgesehenen Fußweg von der Theo-Blum-Straße zur Sarrebourg-Straße festzuhalten. Die Fläche hätte dem Jugendwohnheim zugeschlagen werden sollen. Die Wegeparzelle wird nun weiterhin ausgewiesen.

Hauptgrund für die Bebauungsplanänderung war die Umwidmung des ehemaligen Justizausbildungszentrums Blümchesfeld zur Kindertagesstätte. Noch in diesem Jahr soll der Umbau zur zunächst viergruppigen Kita beginnen. Träger ist die Stadt Saarburg.

Neben der Umwidmung hatte der derzeit laufende Ausbau der Straße Blümchesfeld die Bebauungsplanänderung erforderlich gemacht. So sind die durch die Straßenverbreiterung verschobenen Grenzen zwischen öffentlichem und privatem Raum in der überarbeiteten Fassung berücksichtigt. Mit Bekanntmachen im „Saarburger Kreisblatt“ wird die Bebauungsplanänderung rechtskräftig.