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Behindertenbeauftragter der VG ernannt

Sensibilisieren auf breiter Ebene: Klaus-Peter Thiel (Mitte) ist der erste ehrenamtliche Beauftragte für Barrierefreiheit und Behinderte der Verbandsgemeinde Saarburg. Eine entsprechende Urkunde überreichte ihm Bürgermeister Jürgen Dixius (rechts) gemeinsam mit Büroleiter Rudolf Klein (links) am vergangenen Freitag, 10. März, in der Verbandsgemeindewaltung.

Mit Hilfe des 57-Jährigen möchte die Verbandsgemeinde ihrem Ziel näher kommen, „Wege zu kreieren, wie sich ein besseres Umfeld für Menschen mit Einschränkungen schaffen lässt“, beschrieb es der Bürgermeister. „Es geht darum, auf breiter Ebene für dieses Thema zu sensibilisieren, sodass es alle verinnerlichen“, so Dixius. Das sei ein dauerhafter Prozess, bei dem Verwaltung wie beispielsweise auch Ingenieurbüros, wenn es um das Thema Bauen oder Umbauen geht, lernen müssten.

Klaus-Peter Thiel soll mit dafür Sorge tragen, dass die Belange der behinderten Einwohnerinnen und Einwohner der Verbandsgemeinde hinreichend vertreten werden. Das bezieht sich auf die Bereiche Wohnen, Mobilität und Verkehr ebenso wie auf den Freizeit- und Tourismusbereich. In wesentlichen Fragen, die seinen Aufgabenbereich betreffen, soll er künftig eine Stellungnahme abgeben, bevor Verwaltung oder Verbandsgemeinderat eine Entscheidung fällen. Bei Sitzungen des Verbandsgemeinderates und der Ausschüsse des VG-Rates kann Thiel mit beratender Stimme teilnehmen.

Darüber hinaus ist er vor allem auch Ansprechpartner für Menschen mit Behinderungen und wird regelmäßige Sprechstunden anbieten. Termin und Ort dieser Sprechstunden werden in Kürze über das Saarburger Kreisblatt und die Internetseite der VG mitgeteilt.

Klaus-Peter Thiel freut sich auf die neue Aufgabe und sieht ihr gespannt entgegen: „Mal schauen, was auf mich zukommt und was davon machbar ist. Das meiste wird auch für mich ein neues Feld sein.“ Dabei bringt der Jurist und gebürtige Westfale, der seit 1997 mit seiner Familie in Biebelhausen lebt und als Sachbearbeiter beim Bafög-Amt der Uni Trier arbeitet, Erfahrung für dieses Ehrenamt mit: Seit vielen Jahren schon ist der Rollstuhlfahrer stellvertretender Schwerbehindertenbeauftragter der Uni Trier.

„Mir geht es darum, behinderte Menschen in verschiedenen Bereichen zu unterstützen, auch beispielsweise im Hinblick auf den Tourismus.“ So habe er selbst vergangenes Jahr die Erfahrung gemacht, dass die Angebote eingeschränkt seien, als er für die Organisation einer Tagung auf der Suche nach barrierefreien Hotels in der VG gewesen sei.

Neben seinem neuen Ehrenamt engagiert sich Klaus-Peter Thiel, der sich auf Nachfrage als „offen und kontaktfreudig“ beschreibt, auch auf anderer Ebene. So ist er stellvertretender Vorsitzender des Saarburger Schachclubs und Tischtennis-Trainer bei den Rollis Trier.

Wer mit dem neuen Behindertenbeauftragten Kontakt aufnehmen möchte, kann dies per E-Mai unter tun.