Wappen

Jüdischer Friedhof Niederleuken gesperrt

Morscher Baum muss gefällt werden: Der jüdische Friedhof in Saarburg-Niederleuken wird ab Dienstag, 7. März, aus Sicherheitsgründen vorübergehend gesperrt. Bei der von der Verwaltung beauftragten regelmäßigen Kontrolle der Bäume auf öffentlichem Gelände, öffentlichen Plätzen und Grundstücken war der mindestens 150 Jahre alte Spitzahorn auf dem jüdischen Friedhof ins Visier der Fachleute gerückt.

Die daraufhin beauftragte Forstwirtin und Baumgutachterin Dr. Julia Engels hatte den Baum mittels zweier hochtechnischer Diagnosegeräte sowie Stamm-Messungen in drei verschiedenen Höhen näher untersucht und ein Gutachten erstellt. Nach dem Gutachten, das sie der Verwaltung am Montag, 6. März, hat zukommen lassen, ist der Hauptstamm – vorrangig wegen Pilzbefalls – sehr stark verfault und hohl. Die Restwandstärke beträgt lediglich elf Prozent.

Aus Sicht der Fachfrau liegt eine erhöhte Gefahr vor, dass einzelne Stämmlinge aus der Krone brechen. Auf Empfehlung der Sachverständigen wird der Friedhof zum Schutz der Besucher gesperrt. Weil sich der Pilz derart stark ausgebreitet hat, sieht Dr. Engels keine Möglichkeit, den Baum zu erhalten und rät dazu, ihn schnellstmöglich zu fällen. Da der Baum charakteristisch und zentral für den jüdischen Friedhof ist, soll zuvor mit der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion und der jüdischen Gemeinde Trier die künftige Gestaltung abgestimmt werden. 

Sobald die Arbeiten abgeschlossen sind, wird der Friedhof wieder für die Besucher geöffnet.