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Spitzahorn auf jüdischem Friedhof gefällt

Friedhof für Besucher wieder geöffnet: Der 21  Meter hohe und mindestens 150 Jahre alte Spitzahorn auf dem jüdischen Friedhof in Saarburg-Niederleuken ist am vergangenen Freitag, 24. März, in einer rund fünfstündigen Aktion gefällt worden. Der Friedhof, der aus Sicherheitsgründen seit Mittwoch, 8. März, gesperrt war, ist unmittelbar nach der Fäll-Aktion wieder geöffnet worden.

Das Fällen war notwendig geworden, nachdem der Baum bei einer Routinekontrolle ins Visier der Kontrolleure geraten war. Eine daraufhin von der Verbandsgemeindeverwaltung beauftragte Baumgutachterin hatte den Ahorn mittels detaillierter Stamm-Messungen mit speziellen Diagnosegeräten näher untersucht und ein Gutachten erstellt. Entsprechend ihres Ergebnisses hatte die Gutachterin der Verwaltung dringend empfohlen, den Baum fällen zu lassen. Der Hauptstamm war – vorrangig wegen Pilzbefalls – sehr stark verfault und hohl. Die Restwandstärke betrug nur noch elf Prozent.

Vier Baumpfleger eines saarländischen Unternehmens machten sich am Freitag in dem Baum zu schaffen und schnitten ihn stückweise von oben ab. Ein Mobil-Kran beförderte das Gehölz von seinem Standort weg und verlud es zum Entsorgen.

Was an die Stelle des alten Spitzahorns kommen soll, wird die Stadt noch mit der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) und der jüdischen Gemeinde Trier beraten. Die Kosten für die reine Fällung – ohne Gutachten – belaufen sich auf rund 4300 Euro. Als zuständige Landesbehörde für die jüdischen Friedhöfe wird sich die ADD voraussichtlich an den Kosten beteiligen.