Werksausschuss empfiehlt Anpassung des Abrechungssystems

Rund 3800 Grundstücke neu zu bewerten: Der Werksausschuss des Verbandsgemeinderates hat in seiner Sitzung am 24. Oktober einstimmig entschieden, dem Verbandsgemeinderat zu empfehlen, die Allgemeine Wasserversorgungssatzung und die Entgeltsatzung Wasserversorgung zu ändern. Die abschließende Entscheidung dazu wird der VG-Rat in seiner Sitzung am 14. November fällen.

Demnach ist geplant, dass die Verbandsgemeindewerke Saarburg das Abrechnungssystem für die Wasserversorgung zum 1. Januar 2018 in der Verbandsgemeinde angleichen.

Nach der Auflösung des Kreiswasserwerks (KWW) zum Januar 2009 ist das frühere KWW-Versorgungsgebiet auf die Verbandsgemeinden Konz und Saarburg aufgeteilt worden. Damals sind in der VG Saarburg zwei Versorgungsbereiche eingerichtet worden. Dem Versorgungsbereich I sind die Gebiete zugeordnet worden, die bereits vor der Auflösung des KWW von der VG Saarburg versorgt worden waren. Dazu gehören: Stadt Saarburg inkl. Krutweiler und Beurig, die Ortsgemeinden Freudenburg  (mit Ortsteil Kollesleuken), Irsch, Kastel-Staadt, Ockfen, Serrig, Taben-Rodt und Trassem.

Im Versorgungsbereich II wurden die Gebiete zusammengefasst, die früher zum KWW gehörten. Dies sind: Saarburg-Kahren, die Ortsgemeinden Ayl, Fisch, Kirf (mit den Ortsteilen Beuren und Meurich), Mannebach, Palzem (mit den Ortsteilen Esingen, Helfant, Kreuzweiler, Dilmar, Wehr), Schoden, Wincheringen (mit den Ortsteilen Söst und Bilzingen), Merzkirchen (mit den Ortsteilen Dittlingen, Kelsen, Körrig, Portz, Rommelfangen und Südlingen).

Während im Versorgungsbereich I entsprechend der Größe der erschlossenen Grundstücke nach dem Prinzip der wiederkehrenden Beiträge abgerechnet wird, richtet sich im Versorgungsbereich II der wiederkehrende Beitrag Wasser bei bebauten Grundstücken nach der Größe des eingebauten Zählers. Bei unbebauten Grundstücken wird eine Pauschale von zurzeit 60 Euro erhoben – unabhängig von der Grundstücksgröße. 

Für den Versorgungsbereich I gilt bisher: 1,33 Euro Wassergebühr pro Kubikmeter plus ein wiederkehrender Beitrag in Höhe von sechs Cent pro Quadratmeter veranlagte Fläche. Für den Versorgungsbereich II gilt bisher: 60 Euro pro Standardzähler (Großzähler bis zu 280 Euro pro Jahr) plus eine Gebühr von 1,30 Euro pro Kubikmeter Trinkwasser.

Um alle Grundstücksbesitzer gleich zu behandeln, soll das Abrechnungssystem in der Form vereinheitlicht werden, dass künftig die Regelung für den Versorgungsbereich I in der gesamten Verbandsgemeinde angewendet wird. Statt des Zählers wäre dann der Quadratmeter gewichtete Fläche maßgeblich.

Rund 3800 Grundstücke wären nach dem Grundbuch in der VG Saarburg neu zu bewerten. An der Einnahmensituation der Verbandsgemeindewerke ändert eine solche Anpassung nichts. Das heißt, dass die Werke nach der Umstellung in der Summe etwa gleich viel Geld einnehmen wie vorher.