Wohnen im Weinberg auf ehemaligem Toom-Gelände

Planer ist Matteo Thun: Das Bauunternehmen Matthias Ruppert aus Esch bei Wittlich plant im Saarburger Stadtteil Beurig, ein Hotel mit Wohnensemble zu errichten. Das zwei Hektar große, ehemalige Toom-Markt-Gelände biete ideale Voraussetzungen für diese Nutzung, erläuterte Geschäftsführer Stephan Ruppert (Mitte) am vergangenen Dienstagabend bei einer Präsentation im Sitzungssaal der Verbandsgemeindeverwaltung. Dazu waren der Stadtrat, der Stadtentwicklungsausschuss, der städtische Bauausschuss, Mitarbeiter des Bauamtes des Kreises Trier-Saarburg, der Verbandsgemeindeverwaltung Saarburg, der Saar-Obermosel-Touristik sowie Winzer eingeladen.

Der renommierte und vielfach ausgezeichnete Mailänder Architekt Matteo Thun (rechts), der mit seinem Büro Matteo Thun & Partners als Planer gewonnen werden konnte, war mit zwei Mitarbeitern aus Mailand angereist. Gemeinsam mit Ruppert-Geschäftsführer Stephan Ruppert und Ruppert-Vertriebsleiter Helmut Arens stellte Matteo Thun die Konzeption vor.

Unter dem Motto "Wohnen im Weinberg" ist auf dem ehemaligen Toom-Gelände eine außergewöhnliche Hotel- und Wohnbebauung geplant. Etwa 60 Zimmer unterschiedlicher Kategorien, ein Restaurant, Veranstaltungsräume sowie ein großzügiger Wellnessbereich sind im Hotelbereich geplant. Darüber hinaus sollen kleine, freistehende Winzerhäuser auf der Fläche vor dem Hotel das Angebot vervollständigen. Solche Winzerhäuser für Übernachtungsgäste hat das Büro Matteo Thun & Partners bereits vor einigen Jahren für das Weingut Longen-Schlöder in Longuich geplant und umsetzen lassen.

Die Wohnbebauung sieht etwa 60 Einheiten von 45 bis rund 115 Quadratmeter Wohnfläche vor. Alle sind nach Südwesten ausgerichtet, sodass der Blick auf Burg, Altstadt und die Saar gegeben sein wird. Die gesamte Anlage wird über eine gemeinsame Tiefgarage erschlossen. Das Thema Wein wird auch neben den geplanten Winzerhäusern eine Rolle spielen: So soll um die Bebauung herum Wein angepflanzt werden. Die Umsetzung dieses für Saarburg und die Region besonderen Projekts basiert auf Themen wie Architektur und Design, Regionalität, Nachhaltigkeit und Erholung sowie Wein.

„Aufgrund der Lage des Grundstücks und der städtebaulichen Rahmenbedingungen bietet sich diese Form einer gemischten Bebauung aus Hotel, Ferienappartements und Wohneinheiten an. Somit entsteht ein ansprechendes Gebäudeensemble, das einer einheitlichen Gestaltungslinie folgt“, erklärte Architekt Matteo Thun.

Die Stadt Saarburg hatte die Fläche bereits Ende 2015 gekauft mit dem Ziel, dort ein Hotelprojekt zu realisieren.

„Wir haben intensiv nach einem geeigneten Investor gesucht und sind froh, mit der Bauunternehmung Matthias Ruppert einen erfahrenen und kompetenten Investor und Projektentwickler gefunden zu haben. Ich freue mich sehr über das Projekt. Die architektonische Konzeption dieses renommierten Architektenbüros bereichert unsere Stadt und trägt zur Standortsicherung bei“, erklärte Bürgermeister Jürgen Dixius (links).

Mehr als 20 Millionen Euro wird das Bauunternehmen Matthias Ruppert investieren. Das Unternehmen ist seit vielen Jahren auch überregional als Projektentwickler tätig und hat bereits mehrere Hotels und zahlreiche Wohnprojekte umgesetzt. Wichtig für den Erfolg sei vor allem ein vertrauensvoller und fairer Umgang mit sämtlichen Projektbeteiligten.

„Wir stehen mit der Kommune seit mehr als einem Jahr in einem sehr zielführenden und konstruktiven Austausch“, so Stephan Ruppert. „Nach Abschluss eines Optionsvertrags für das Projektgrundstück haben wir im Sommer 2017 eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben.“ Deren Ergebnisse bildeten die Basis für das Betriebskonzept und die Arbeit des Planungsbüros.

Das vorgestellte Konzept stieß bei den Zuhörern auf große Zustimmung und positive Kommentare. Nach der grundsätzlichen Abstimmung mit Stadt und Architekt steige das Unternehmen nun in konkrete Gespräche mit potenziellen Hotel-Betreibern ein, so Vertriebsleiter Helmut Arens.