Breitbandausbau in der VG schreitet voran

Vertragsunterzeichnung am 16. August: Ihrem Ziel, bis Ende 2019 eine möglichst flächendeckende leitungsgebundene Breitbandversorgung in der Verbandsgemeinde Saarburg auf den Weg zu bringen, ist die VG einen deutlichen Schritt nähergekommen. Zum aktuellen Stand in punkto „Schnelles Internet“ informierte Bürgermeister Jürgen Dixius in der jüngsten VG-Ratssitzung am Mittwoch, 8. August.

„Es ist Licht am Ende des Tunnels zu sehen“, sagte Dixius. So sei vor wenigen Tagen der bis dato noch ausstehende Förderbescheid des Bundes für den flächendeckenden Ausbau der Breitbandversorgung im Kreis Trier-Saarburg bei der Kreisverwaltung eingegangen. Die Förderzusage des Landes Rheinland-Pfalz war bereits im Juni eingegangen. Damit sei der Ausbau der unterversorgten Bereiche über das kreisweite sogenannte NGA-Projekt (Next Generation Access) gesichert.

innogy TelNet GmbH war Mitte Dezember 2017 bei der Ausschreibung zum Ausbau des Kreisprojektes als günstigster Anbieter hervorgegangen. Der Ausbauvertrag zwischen dem Kreis Trier-Saarburg und innogy wird nach Auskunft Dixius‘ am 16. August unterschrieben. Am 7. September würden in Konz alle Ortsbürgermeister des Landkreises informiert. Eine Infoveranstaltung mit innogy in der VG sei im Anschluss geplant. Dann werde das Unternehmen über den genauen Bauzeitenplan informieren. Noch im August soll der offizielle Spatenstich folgen.

Die ersten Inbetriebnahmen sollen im 4. Quartal 2018 sein. Der Förderbescheid sieht wegen des langen Bewilligungsverfahrens nun Ende Februar 2020 als Bauende vor.  

Vielerorts in der VG sind die Haushalte inzwischen durch unterschiedliche Telekommunikationsanbieter kabelgebunden mit schnellem Internet versorgt. So hat die Deutsche Telekom in Fisch und Wincheringen (ohne die Ortsteile) die Breitbandversorgung gesichert. Die Ortsgemeinden Schoden, Ayl, Irsch, Ockfen und Serrig sowie seit vergangenem Jahr auch Kastel-Staadt, Taben-Rodt (seit Februar 2018 auch der Ortsteil Hamm) und der Saarburger Stadtteil Krutweiler sind über die Firma Inexio ans schnelle Internet angeschlossen worden. In Schoden wird Inexio in diesem Jahr als Pilotprojekt den Ausbau mit Glasfaser in jedem Haushalt umsetzen. In der Ortsgemeinde Mannebach (ohne den Ortsteil Kümmern) hat Innogy die verfügbare Bandbreite kürzlich im Privatkundenbereich dank Vectoring-Technik auf eigene Kosten von 50 Megabit/Sekunde auf bis zu 120 Megabit/Sekunde erhöht.

Die Telekom versorgt seit Januar 2018 die Ortsgemeinde Trassem, wo vorher bereits Kabeldeutschland als Anbieter war. Auch in Teilen der Stadt Saarburg sowie im  Erweiterungsgebiet des Industriegebietes „Irscher Straße“ in Saarburg hat Kabeldeutschland die Versorgung sichergestellt.

In großen Teilen der Stadt Saarburg ist das Unternehmen innogy zurzeit dabei, in einem eigenwirtschaftlichen Projekt Glasfaser-Infrastruktur zur Verbesserung der bestehenden Breitbandversorgung zu errichten. 

Für die übrigen Ortsgemeinden beziehungsweise nicht ausreichend versorgten Teile von Ortsgemeinden ist der Breitbandausbau über das NGA-Projekt vorgesehen. Ziel ist, möglichst 95 Prozent der Haushalte mit bis zu 100 Mbit/s zu versorgen. Den übrigen Haushalten werden bis zu 50Mbit/s zur Verfügung stehen. Rund jeder vierte Privatanschluss wird zudem einen Glasfaserhausanschluss erhalten, über den noch höhere Bandbreiten verfügbar sind. Außerdem werden Gewerbegebiete und Schulen mit gigabitfähigen Anschlüssen angebunden.