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Großbrand im Verwaltungsgebäude

Bei einem verheerenden Brand im August 2018 wurde der Dachstuhl des denkmalgeschützten Verwaltungsgebäudes Haus Warsberg zerstört. (Aktualisierter Bericht)


Großbrand im Verwaltungsgebäude: Einsatz der Feuerwehr verhindert eine noch größere Katastrophe

 

Die Feuerwehr ist am Abend des 19. Augusts alarmiert worden. Ein Feuer war im Dach der Verbandsgemeindeverwaltung in Saarburg ausgebrochen. Die Einsatzkräfte waren nur wenige Minuten nach der Meldung vor Ort. Kurze Zeit später kam es zum Durchzünden und der komplette Dachstuhl des Verwaltungsgebäudes stand in Flammen. Der Wehrleiter der Verbandsgemeinde Saarburg, Bernhard Hein, erkannte die Gefahr eines Übergreifens auf die nahe stehenden Gebäude des Buttermarktes und löste einen Großalarm aus.

Die Polizei sperrte in kürzester Zeit die Brandstelle ab und ließ den Parkplatz Boemundhof und den vollbesetzten Buttermarkt räumen, sodass die eintreffenden Feuerwehrfahrzeuge die Einsatzstellen anfahren konnten.

Das Feuer war nur von oben zu bekämpfen, weshalb insgesamt fünf Drehleiterfahrzeuge eingesetzt werden mussten. Neben der Wasserversorgung aus dem Hydrantennetz wurden Leitungen aus der Leuk und der Saar aufgebaut.

Insgesamt waren rund 200 Feuerwehrfrauen und -männer im Einsatz, die ein Übergreifen auf benachbarte Gebäude des Verwaltungstraktes und des Buttermarktes verhindern konnten.

Gegen 20 Uhr war das Feuer unter Kontrolle und gegen 22 Uhr gelöscht. Die Nachlöscharbeiten dauerten bis in den Morgen.

Unterstützt wurden die Feuerwehren vom THW Saarburg und dem DRK Ortsverband Saarburg. 

Gleichzeitig mit der Feuerwehr war auch Bürgermeister Jürgen Dixius am Brandort: „Wir zollen allen Einsatzkräften aus den Verbandsgemeinden Saarburg, Konz, Kell am See, der Stadt Trier und dem benachbarten Saarland, dem THW, dem DRK und der Polizei unseren großen Respekt für den schnellen und professionellen Einsatz, der Schlimmeres verhindert hat.“

 Die Verwaltungsräume im Altbau sind nicht mehr nutzbar

 

Der Bau des denkmalgeschützten Warsberghauses geht bis in 13. Jahrhundert zurück. Die Grundmauern des heutigen Verwaltungstraktes entstanden im 16. Jahrhundert.

Die Außenmauern sind teilweise über einen Meter mächtig. Die Zwischendecken bestehen aus Holzbalken, die mit einem Lehm-/Stohgemisch ausgekleidet sind. Durch den Wassereinsatz zur Brandbekämpfung sind die Lehmfüllungen aufgeweicht und teilweise herabgefallen. Das Gebäude kann nicht mehr betreten werden, da die Stabilität der einzelnen Zwischendecken nicht mehr gewährleistet werden kann. Rund 30 Büros und das Trauzimmer sind nicht mehr nutzbar. Zwischenzeitlich wurden von dem verbrannten Dachstuhl die Teile abgeräumt, die herunterzufallen drohten. Ein Statiker hat das Gebäude begangen und Abstützungsmaßnahmen festgelegt, die installiert worden sind. Danach werden die Büros durch eine Fachfirma ausgeräumt.

Im Dachstuhl gelagerte Akten sind größtenteils verbrannt. Historisch wertvolle Akten sind allerdings nicht darunter. Es handelt sich vielmehr um Papiere, die nach Abschluss der Verwaltungsvorgänge noch einige Jahre aufbewahrt werden müssen, bevor sie geschreddert werden.

Der Serverraum der EDV, das Herzstück der Verwaltung, war in einem Gewölbekeller mit meterdicken Decken installiert. Die Server haben den Brand unbeschadet überstanden und sind bereits in einem anderen Gebäude funktionstüchtig wieder aufgebaut.