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Beurig bekommt neuen Nahversorger

Eröffnung für Mitte November geplant: Wo die in Saarburg stationierten französischen Streitkräfte bis zu ihrem Abzug im Jahr 2010 gegessen haben, werden demnächst Saarburger – und sicher auch Bewohner der umliegenden Orte – ihre Alltagseinkäufe erledigen. Nach dem Abriss der früheren Unteroffiziersmesse auf dem Kasernengelände de Lattre an der Irscher Straße in Beurig ist dort ausreichend Platz für einen sogenannten Nahversorger. Die Edeka Handelsgesellschaft Südwest mbH errichtet an diesem Standort einen neuen Verbraucher-Markt. Die Erschließungsarbeiten laufen, die Eröffnung des Marktes ist für Mitte November geplant.  

Auf knapp 2000 Quadratmetern Verkaufsfläche sollen die Kunden rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft ein breites und tiefes Sortiment vorfinden. Mehr als 20.000 Artikel kündigt Edeka-Gebietsexpansionsleiter Uwe Schatto (2.v.r.) bei einem Pressegespräch am Donnerstag, 1. März, an – darunter Edeka-Eigenmarken, Bio-, Marken- und Discountartikel, aber auch Produkte regionaler und lokaler Anbieter. Fleisch, Käse und Fisch halte auch in diesem Edeka-Markt künftig die sogenannte Frischetheke vor. Konzipiert als Vollsortimenter, lasse dieser Markt keine Wünsche der Einkäufer offen, versichert Schatto. Mit 2000 Quadratmetern Verkaufsfläche zähle das Geschäft zu den großen Edeka-Häusern, vergleichbar mit dem Edeka Konzerbrück in Konz. Auch in punkto Belegschaft werde das Unternehmen nicht sparen: Rund 50 Mitarbeiter will Edeka am Standort in Beurig einstellen.

In das Geschäft hinein wird es von der bereits bestehenden Einfahrt der Irscher Straße von der Bundesstraße 407 aus gehen. Dort sind die Einfahrt und der Eingang sowie 200 Stellplätze geplant. Im Eingangsbereich des Nahversorgers wird eine regionale Bäckerei ihre Verkaufsstelle sowie ein Café/Bistro einrichten. Auf einer noch nicht überplanten Gesamtfläche von etwa 230 Quadratmetern ist neben dem Eingang Platz vorgesehen für drei weitere kleine Shops. Dienstleister wie beispielsweise einen Friseur oder eine Reinigung sieht Schatto an dieser Stelle.

Wie in vielen anderen Edeka-Märkten wird auch in Beurig ein selbstständiger Einzelhändler das Geschäft führen. „Aus Erfahrung wissen wir, dass sich die für den jeweiligen Markt zuständigen Kaufleute besonders mit ihrem Geschäft identifizieren und darum bemühen. Das sind die Kümmerer vor Ort“, sagt GWO-Projektentwickler Hans Weber (r.), der mit dem Unternehmen GWO aus Weinheim – das  Projektentwickler und Investor ist - bereits zahlreiche Edeka-Märkte bundesweit realisiert hat. Die Brönner Bautechnik GmbH aus Aschaffenburg ist als Generalunternehmer für den Bau des Nahversorgers auf einer Gesamtfläche von rund 11.000 Quadratmetern verantwortlich.

Dass der im Bau befindliche Markt an dieser Stelle goldrichtig ist, davon ist Uwe Schatto ebenso überzeugt wie Jürgen Dixius, Bürgermeister der Stadt und Verbandsgemeinde Saarburg (3.v.r.). „Edeka hatte Saarburg immer schon auf seiner Wunschliste. Für uns ist das ein Meilenstein bei der Verdichtung des Marktkonzeptes in der Region. Mit der Lage in diesem Umfeld, wo ein neues Wohnquartier entstehen wird, und der Bundesstraße vor der Eingangstür bieten sich uns sehr gute Startbedingungen“, sagt Schatto.

Für Jürgen Dixius spielt der künftige Edeka eine wesentliche Rolle bei der Vermarktung des geplanten neuen Wohnquartiers auf dem ehemaligen Kasernengelände. „Für die etwa 1200 Menschen, die sich im geplanten Wohnquartier in unmittelbarer Nachbarschaft ansiedeln werden, für die älteren Menschen, die in bereits bestehenden und noch geplanten Seniorenwohnungen in Beurig leben sowie für alle übrigen Einwohner ist Einkaufen auf kurzen Wegen zu Fuß möglich.“

Geplant ist nach Auskunft von Jürgen Dixius zudem eine Bushaltestelle an der B 407 und ein Park-and-ride-Parkplatz unmittelbar vor dem Einkaufsmarkt. Darüber würde sich auch Christian Münster freuen, Leiter des benachbarten Bildungszentrums des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben: „Gerade unsere vielen jungen Schulungsgäste für den Bundesfreiwilligendienst würden das sehr begrüßen.“