Landratsgarten soll zum Wohlfühlort werden - Verbandsgemeinde investiert in Bürgerpark und erhält hohe Fördermittel

Mauern und Felsen ragen oberhalb der Saarburger Altstadt in die Höhe. Auf dem Plateau, das direkt an das Verwaltungsgebäude und die Burgruine grenzt, thront der Landratsgarten. Kilometerweit kann man den Blick von seinen Terrassen aus schweifen lassen. Dank der exponierten Lage können Besucher weit über die Stadtgrenzen hinaus ins Saartal schauen und die Aussicht auf die historische Kulisse  genießen. Momentan befindet sich die Anlage rund um den 1895 erbauten Turm Belvedere noch im Dornröschenschlaf. Doch das soll sich ändern: Gärtner und Arbeiter sammeln bereits abgebrochene Äste, häckseln altes Holz und jäten Unkraut. Die ersten Vorbereitungen für die Umgestaltung des Landratsgartens haben damit schon begonnen.

Im Juni soll die Aufwertung des Areals starten. Circa 300.000 Euro werden insgesamt investiert, um das Gelände für Einheimische und Touristen zu einem Anlaufpunkt zu machen. Eine Förderung in Höhe von knapp 159.000 Euro aus LEADER-Mitteln wurde gewährt. 

Im vergangenen Jahr konnte bereits ein Teilstück des Gartens aufgewertet werden, das zuvor komplett zugewachsen war. Statt Gestrüpp gibt es hier seit dem Frühjahr 2018 zwei neue Aussichtsplateaus. Nun sind auch die anderen Bereiche an der Reihe.
Die 2300 m² große Fläche untergliedert sich in fünf verschiedene Räume. Jeder Teil des Gartens soll unter Berücksichtigung des historischen Kontextes umgestaltet werden. Konkret bedeutet das, dass Mauerrelikte erhalten und teils herausgearbeitet werden, um den terrassenartigen Aufbau zu unterstreichen. Außerdem werden Materialien verwendet, die bereits vorhanden sind: Schiefer, roter Sandstein oder auch Basalt. Die fünf Gartenbereiche umfassen neben dem Plateau, das 2018 gebaut wurde und nun bepflanzt wird, einen Bürger- und Jugendpark mit einer offenen Rasenfläche sowie Sitzgelegenheiten und eine Pausenterrasse. Im Bürgergarten sollen Tische und Bänke aufgestellt werden, die zum Picknick einladen. Zudem werden Beete angelegt, um das Konzept „Essbare Stadt“, also die Nutzung urbanen Raums zum Anbau von Lebensmitteln, in Saarburg zu etablieren. Ein weiteres Teilstück des Landratsgartens soll zur Veranstaltungsterrasse umfunktioniert werden – inklusive Sitzgelegenheiten und mobilem Podium. Dieser Bereich wird barrierefrei vom Sitzungsaal der Verbandsgemeinde aus zugänglich sein. 
Um die Sicherheit auf dem Gelände mit seiner hohen Steigung zu gewährleisten, werden Schäden am Weg behoben und Lampen installiert. Auch auf ökologische Gesichtspunkte wird Wert gelegt: Neben Bäumen sollen  auch pollenspendende Gewächse wie Lavendel oder Flieder gepflanzt werden. 
Mit der Umsetzung des Projekts entsteht in Saarburg eine neue Wohlfühloase in historischem Ambiente.