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Stadt Saarburg investiert in Barrierefreiheit rund um die Sesselbahn

Auf dem Warsberg entsteht ein rollstuhlgerechter Spazierweg. Die Seilbahn, die auf die Anhöhe führt, wird barrierefrei umgebaut.


In den Sommermonaten verwandelt sich Saarburg zu einem Ausflugsmekka. Zwischen Leuk, Saar und Burg tummeln sich sowohl Menschen aus der Region als auch Besucher aus aller Welt, die das Flair der Altstadt genießen. Besondere Ausblicke bieten sich vom Warsberg aus, der mit der Sesselbahn an die Stadt angebunden ist.
Für Rollstuhlfahrer und mobilitätseingeschränkte Menschen, aber auch für Familien mit Kinderwägen ist es bislang schwer, mit dem Lift auf die Anhöhe zu gelangen, da am Ausstieg eine steile Treppe die letzten Meter hinaufführt. Die Stadt Saarburg möchte den Panoramablick allen Bürgerinnen und Bürgern zugänglich machen und die Sesselbahn sowie den Bereich rundherum barrierefrei gestalten. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Neubau einer Aufzugsanlage an der Bergstation. In Zukunft sollen Fahrgäste zwischen Stufen und einem modernen Lift wählen können, um die letzten Meter auf das Erlebnis- und Freizeitplateau Warsberg zurückzulegen.
Derzeit können keine Elektro-Rollstühle mit der Seilbahn transportiert werden, doch auch das wird sich ändern: Die Sesselbahn hat die Entwicklung von passenden Transportgehängen in Auftrag gegeben, von denen mehrere angeschafft werden sollen, um auch Gruppen von Rollstuhlfahrern befördern zu können.
Das Projekt ist Bestandteil des Konzepts „barrierefreier Tourismus in der Urlaubsregion Saar-Obermosel“ und wird die Stadt rund 480.000 Euro kosten, wobei eine Förderung von circa 400.000 Euro aus Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) bewilligt worden ist. Die Bauarbeiten sollen im November starten, wenn die Sesselbahn in der Winterpause ist, und bis April kommenden Jahres zum Saisonstart der Bahn abgeschlossen sein.
Zeitgleich entsteht ein neuer Wanderweg auf dem Plateau, der die Bergstation mit dem Ferienpark Warsberg verbindet. Die Route verläuft am Waldrand parallel zur Straße, hat eine einfache Streckenlänge von rund einem Kilometer und schließt an bereits bestehende Wege an. Auf der Hälfte der Route  wird eine Aussichtsplattform mit Sitzgelegenheiten entstehen. Der Spazierweg wird so angelegt, dass er auch für Rollstühle, Rollatoren und Kinderwägen geeignet ist. Die dafür notwendigen Rodungsarbeiten werden diesen Winter durchgeführt.
Die beiden Projekte schaffen eine barrierefreie Verbindung zwischen der Stadt, der Bergstation und dem Ferienpark. In Zukunft kann jedermann die schöne Aussicht ins Saartal und auf Saarburg genießen.