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Verbandsgemeinde investiert auch 2021 in den breitbandausbau

Dass schnelles Internet eine hohe Bedeutung hat, ist besonders in Zeiten der Corona-Pandemie deutlich geworden. Die Verbandsgemeinde Saarburg-Kell arbeitet bereits seit 2016 in Kooperation mit dem Landkreis Trier-Saarburg intensiv am Breitbandausbau im Rahmen des Projekts NGA (Next Generation Access). Hierbei sollen Gebäude mit Bandbreiten unter 30 Mbit/s, sogenannte „weiße Flecken“, eine bessere Versorgung erhalten. 

In der Verbandsgemeinde wird das Projekt, bei dem 27 Prozent der Privathaushalte sogar einen Glasfaseranschluss bis ins Haus erhalten (FTTH), voraussichtlich im kommenden Jahr abgeschlossen. Gewerbebetriebe sowie Schulen im Ausbaugebiet erhalten einen Glasfaseranschluss, der Gigabitverbindungen möglich macht. Insgesamt betragen die Projektkosten für die Verbandsgemeinde rund 270.000 Euro Eigenanteil, wobei Kreis, Land und Bund weitere Mittel zuschießen. Für den Haushalt 2021 rechnet die Verbandsgemeinde mit verbleibenden Kosten von rund 22.000 Euro.
Der Breitbandausbau erfolgt nicht nur über das Projekt NGA sondern auch unabhängig davon durch Telekommunikationsunternehmen. Laufende Maßnahmen gibt es beispielsweise in Serrig (im Bau), in Ockfen (Vorvermarktung), in Irsch (Planungsphase) und in Ayl (PoP errichtet, mehr Informationen siehe Rubrik Ayl). In Schoden konnte der Ausbau bereits abgeschlossen werden. Darüber hinaus werden immer wieder Arbeiten von geringerem Umfang in Verbindung mit anderen Tiefbauarbeiten ausgeführt.
Im Rahmen des Projekts NGA Access wurden einige Gebäude, bei denen es sich vorrangig um Einzelanwesen außerhalb geschlossener Ortschaften handelt, zurückgestellt. Diese sollen nun ebenfalls eine bessere Internetversorgung erhalten. Die Verbandsgemeinde kann sich dazu an einem weiteren Projekt in Kooperation mit dem Kreis zu beteiligen. Dabei sollen die restlichen „weißen Flecken“ mit einer Versorgung unter 30 mBit/s mit leistungsfähigerem Netz ausgestattet werden. Die Kreisverwaltung geht derzeit davon aus, dass mit der Umsetzung der Maßnahme noch 2021 begonnen werden kann.
Auch am sogenannten „graue Flecken“-Programm des Bundes kann sich die Verbandsgemeinde beteiligen. In einem ersten Schritt wird eine Förderung überall dort ermöglicht, wo noch keine Versorgung mit mindestens 100 Mbit/s gegeben ist. Bestimmte Gebäude wie Schulen oder Unternehmen sollen von Beginn an ohne Aufgreifschwelle förderfähig sein. 2023 wird die Aufgreifschwelle komplett entfallen, sodass der Ausbau überall förderfähig ist, wo keine gigabitfähigen Anschlüsse durch Telekommunikationsunternehmen geplant sind. Eine genaue Förderrichtlinie will der Bund 2021 veröffentlichen. Dann können die intensiveren Planungen für die VG starten.