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Landratsgarten erwacht aus dem Dornröschenschlaf: Arbeiten im ersten Bauabschnitt haben begonnen

Ein verstecktes Juwel ist der Landratsgarten am Schlossberg. Rund um den Turm Belvedere, der Ende des 19. Jahrhunderts erbaut wurde, liegen verwilderte Gärten auf mehreren Ebenen. Das Besondere an dem Ort: „Man hat einen 360-Grad-Blick und kann sowohl Richtung Saar als auch zur Burg und auf die Weinberge schauen“, sagt Landschaftsarchitektin Silke Oeffling. Damit sowohl Bürgerinnen und Bürger als auch Touristen in Zukunft in den Genuss der Panorama-Aussicht kommen können, wird der Landratsgarten in diesem Jahr aufgewertet. Die Arbeiten im ersten von drei Bauabschnitten sind angelaufen und sollen bis Anfang April abgeschlossen sein. 


Auf der saarseitigen Fläche wird in den kommenden Wochen eine Veranstaltungsterrasse entstehen, die mit Sitzflächen bestückt wird und multifunktional genutzt werden kann. Die Bühne wird vom Sitzungssaal der Verbandsgemeindeverwaltung aus barrierefrei zugänglich sein. Außerhalb von Veranstaltungen kann die große Fläche, welche ebenfalls mit Bänken versehen wird, als Raum zur Entspannung oder als Treffpunkt bei Stadtführungen dienen. An der steilen Böschung unterhalb des Turms Belvedere wird im Zuge der nachhaltigen Gartengestaltung eine Blumenwiese angelegt, die Bienen und anderen Insekten eine Nahrungsquelle bietet.
Der zweite Bauabschnitt betrifft den Bereich, der Richtung Weinbergsseite weist. Hier ist ein Bürgergarten mit Kräuter- und Gemüsebeeten geplant. Im 16. Und 17. Jahrhundert war es en vogue, Pflanzen aus fernen Ländern in die Heimat zu bringen. Inspiriert von diesen historischen Bürgergärten sollen zum Beispiel Maulbeerbäume und Baummagnolien, die beide ihren Ursprung in Asien haben, aber auch in Mitteleuropa gedeihen, gepflanzt werden.
Der dritte Teilbereich, der als Bürger- und Jugendpark konzipiert ist, wird mit verschiedenen Sitzgelegenheiten versehen und bietet eine schöne Aussicht auf die Weinberge. Die Arbeiten für die beiden verbleibenden Bauabschnitte werden noch ausgeschrieben.



Um die Baumaschinen auf das steile, von Mauern umgrenzte Gelände zu transportieren, wurde im Dezember kurzzeitig ein Kran aufgestellt. Foto: Silke Oeffling