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Der Haushaltsplan für 2020 steht: In diese Projekte wird investiert

Die Mitglieder des Verbandsgemeinderats haben den Haushaltsplan für das Jahr 2020 einstimmig beschlossen. Da in diesem Jahr viele Projekte anstehen,  ist das Investitionsvolumen im Vergleich zum Vorjahr um circa eine halbe Million Euro auf rund 10,16 Millionen Euro gestiegen. Die Schwerpunkte sind erneut breit gefächert:


Schulen Wie schon im Vorjahr investiert die Verbandsgemeinde mehrere Millionen in qualifizierte Nachmittagsbetreuung, in  Schulsozialarbeit und in die Sanierung sowie den Ausbau der Schulgebäude. Allein zwei Millionen Euro sind für die Generalsanierung der Grundschule Zerf vorgesehen. Fast 200.000 Euro fließen in die Grundschule St. Marien in Saarburg, die angesichts steigender Schülerzahlen derzeit um ein Nebengebäude erweitert wird.  Für rund 350.000 soll der Schulhof der Grundschule St. Laurentius in Saarburg umgestaltet werden. Notwendige Sanierungsarbeiten stehen außerdem an den Grundschulen in Schillingen, Wincheringen und Freudenburg an. Um die technische Ausstattung zu verbessern und die digitale Kompetenz der Kinder zu fördern, sollen im Rahmen des Digitalpakts Schule 167.000 Euro investiert werden.

 

Feuerwehren Fast 1000 ehrenamtliche Feuerwehrkräfte sind in der Verbandsgemeinde tätig. Damit sie ihre wichtigen Aufgaben wahrnehmen können, benötigen sie funktionierende Fahrzeuge sowie Geräte und intakte Gebäude. Für sieben Feuerwehrgerätehäuser  (Freudenburg, Merzkirchen-Kelsen, Schömerich, Taben-Rodt, Trassem, Waldweiler und Zerf) sind Mittel zur Sanierung eingestellt worden. In Lampaden ist der Neubau eines Gerätehauses geplant. Außerdem sollen für die Feuerwehren mehrere neue Fahrzeuge anzuschaffen.

 

Nachhaltigkeit und Hochwasserschutz Die Verbandsgemeinde ist Vorreiter, wenn es um die Nutzung erneuerbarer Energien geht. „Bereits jetzt werden 122 Prozent des benötigten Stroms aus Wind-, Wasser-, Solarenergie und Biogas gewonnen“, sagte Dixius bei der Verbandsgemeinderatssitzung. Auch für die Renaturierung von Bächen hat die Verwaltung bereits viel geleistet. Im Rahmen des Hochwasser- und Umweltschutzes sollen in den kommenden Jahren weitere Projekte umgesetzt werden. Fast 1,7 Millionen Euro sollen in Renaturierungsmaßnahmen, in die Umsetzung des Hochwasserschutzkonzepts in der ehemaligen Verbandsgemeinde Saarburg und in die Erstellung eines Konzepts für die frühere Verbandsgemeinde Kell am See investiert werden. Wenn Bachläufe in einem natürlichen Bett fließen und bei einem Pegelanstieg auf Wiesen und Auen über die Ufer treten können, sinkt die Gefahr für Hochwasserschäden innerorts. Zudem wirken sich die Umgestaltungen „zurück zur Natur“ positiv auf Flora und Fauna aus.

 

Breitbandversorgung Schnelles Internet ist zu einem wichtigen Standortfaktor geworden – sowohl für Unternehmen als auch Privatleute. Die gesamte Verbandsgemeinde soll flächendeckend mit Breitbandnetzen ausgestattet werden, die hohe Datenübertragungsraten garantieren. In vielen Ortsgemeinden sind die Arbeiten zur Verlegung von Glasfaserkabeln bereits abgeschlossen oder sind am Laufen. Mit rund 210.000 Euro (90.000 Euro aus dem Haushalt 2020 und 120.000 Euro Restmittel) beteiligt sich die Verbandsgemeinde an dem Kreisprojekt, im Vorjahr wurden bereits mehr als 37.000 Euro investiert.

 

Wiederaufbau des Verwaltungsgebäudes Nach dem Großbrand im August 2018 musste das historische Haus Warsberg in der Saarburger Innenstadt vollständig entkernt werden. Unter dem weißen Planendach laufen die Arbeiten planmäßig und unabhängig von Wind und Wetter. In 2020 sind 3,5 Millionen Euro, die zum Großteil von der Versicherung getragen werden, für den Wiederaufbau im Haushalt vorgesehen. Im kommenden Jahr kann die Verwaltung das Gebäude voraussichtlich wieder beziehen. Die Gesamtkosten für den Wiederaufbau werden sich schätzungsweise auf 5,5 Millionen Euro belaufen.

 

Personalverstärkung Die Verbandsgemeindeverwaltung muss aufgrund neuer gesetzlicher Richtlinien immer mehr Aufgaben erfüllen – beispielsweise im Bereich des Datenschutzes, der Digitalisierung oder bei der Vergabe von Aufträgen. Außerdem stehen zahlreiche Projekte an, die geplant und koordiniert werden müssen – besonders im Bereich Bauwesen. „Allein nach §13b sollen in den nächsten zwei Jahren 29 neue Baugebiete in der Verbandsgemeinde entwickelt werden“, sagte Dixius. Hinzu kommt, dass immer mehr Bürgerinnen und Bürger sich mit Fragen, Anregungen und Kritik an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung wenden. Um einen guten Service zu garantieren, Projekte in angemessenen Zeiträumen bewältigen zu können und alle vom Gesetzgeber geforderten Aufgaben nachzukommen, sollen insgesamt acht neue Stellen geschaffen werden.