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Einzelhandel in Zeiten der Corona-Krise

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

die aktuelle Corona-Krise stellt unsere Gesellschaft vor Herausforderungen. In diesen Tagen leisten viele Menschen Erstaunliches: medizinisches Personal, Hilfskräfte, Ordnungshüter und alle, bei denen in dieser Ausnahmesituation mehr Arbeit anfällt, die angesichts von Vorsichtsmaßnahmen, Krankheitsfällen und Kinderbetreuung oft von weniger Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geleistet werden muss. 


Ganz besonders möchte ich Sie auf die Lage im Einzelhandel aufmerksam machen – egal ob an der Theke einer Metzgerei oder Bäckerei, in einem Supermarkt oder im Tante-Emma-Laden. Die Menschen haben in vielen Fällen enorme Kundenanstürme zu bewältigen und helfen gleichzeitig mit, die Maßnahmen im Zuge des Infektionsschutzes umzusetzen.
Einen großen Dank möchte ich auch an die zahlreichen Kräfte im Hintergrund richten, die Lebensmittel herstellen und sich um einen reibungslosen Ablauf der Organisation und Verwaltung kümmern. Die Gewinnung von Rohstoffen durch unsere Landwirte sowie deren Weiterverarbeitung in den Backstuben, Käsereien, Fleischereien und vielen weiteren Betrieben stellt unsere Versorgung sicher. Gerade in der aktuellen Zeit wird unserer globalisierten Gesellschaft mehr denn je vor Augen geführt, wie wichtig die Produktion vor Ort ist.
Meine Bitte an Sie: Begegnen Sie allen, die an der Lebensmittelversorgung beteiligt sind mit Anerkennung.
Während der Handel mit Nahrung, Drogerieartikeln, Baumaterialien und einigen weiteren Artikeln noch weitestgehend wie gewohnt abläuft, mussten viele Geschäfte und alle Gastronomiebetriebe für den Verzehr vor Ort schließen, um die Verbreitung des Corona-Virus eizudämmen. Da die Gesundheit aller Bürgerinnen und Bürger absoluten Vorrang hat, ist diese Maßnahme wichtig. Gleichwohl weiß ich, dass sie gerade für die kleinen, inhabergeführten Läden einen massiven Einschnitt und sogar Existenzsorgen bedeutet. Ich hoffe, dass Hilfsprogramme von Bund und Land die negativen Auswirkungen abfedern können.
Für die Attraktivität der Stadt Saarburg und vieler Ortsgemeinden sind Geschäfte, Cafés und Gaststätten ein wichtiger Faktor. Ich möchte daher an alle Bürgerinnen und Bürger appellieren, Einkäufe, die verschiebbar sind, zu einem späteren Zeitpunkt vor Ort zu tätigen. Weiterhin stehen einige gastronomische Betriebe noch mit einem Liefer- oder Abholservice für Sie zur Verfügung.
Ich bitte alle betroffenen Ladeninhaber und Gastronomen, die Regeln weiterhin zu beachten – das hat in der vergangenen Woche glücklicherweise gut funktioniert. Vielen Dank dafür! Unsere Verwaltung steht Ihnen bei Fragen zur Verfügung.


Ihr

Jürgen Dixius, Bürgermeister