Baldringen

Eine kleine Ortsgemeinde mit überdurchschnittlich starkem Bevölkerungswachstum ist Baldringen. Rund 270 Menschen wohnen in dem Dorf im Hochwald. Während man an anderen Orten von Landflucht spricht, trifft auf die ruhig gelegene Gemeinde genau das Gegenteil zu. 


Mehrere Neubaugebiete gruppieren sich inzwischen um den alten Ortskern, in dem sich sowohl das Bürgerhaus als auch die St.-Nikolaus-Kapelle befinden. Die Zeichen stehen in Baldringen nach wie vor auf Wachstum und das nächste Baugebiet „Kurze Gören II“ ist bereits in Planung. Viele junge Bewohner entscheiden sich, in ihrer Heimat zu bleiben und auch von außerhalb ziehen regelmäßig Neubürger hinzu.
Ein Grund dafür dürfte die schnelle Anbindung nach Trier sein, denn die B268 führt an der Ortsgemeinde vorbei und führt direkt in die Großstadt, was einen Vorteil für Pendler darstellt. Die Nachbargemeinde Zerf, in der Einkaufsmöglichkeiten, eine Grundschule und eine Kindertagesstätte vorhanden sind, ist in nur drei Autominuten zu erreichen.
In Baldringen selbst gibt es zwei Schreinerbetriebe und eine Handvoll Landwirte im Nebenerwerb. Obwohl die Agrarwirtschaft für das Einkommen der Bevölkerung längst nicht mehr so relevant ist wie noch vor Jahrzehnten, sieht man rund um das Dorf Bauern, die ihre Felder bestellen. Vorrangig Getreide und Kartoffeln wachsen auf den Äckern.
Steht man auf der Kuppe oberhalb des Dorfes, kann man weit in den Hochwald schauen und das bergige Panorama zu genießen. Wer sich dem Forst nähern möchte, hat die Möglichkeit, die Ruwer-Hochwald –Schleife entlangzuwandern. Der Startpunkt liegt ungefähr in der Mitte zwischen der Baldringen und Hentern. Zusätzlich gibt es rund um die Ortsgemeinde weitere Spazierwege, die durch die Natur führen.
Am Ortsrand mit Blick ins Grüne befindet sich ein Rasenplatz, auf dem Fußballer kicken können. Genau wie sie kommen Reiter in Baldringen auf Ihre Kosten. Sportlich geht es ebenfalls regelmäßig im Bürgerhaus zu, denn hier trainieren zwei Gymnastikgruppen, von denen eine speziell für Senioren angeboten wird. In dem im Dorfzentrum gelegenen Gebäude probt außerdem der Musikverein und es  gibt einen Jugendraum. Nur wenige Meter weiter trifft man auf die Räume der Freiwilligen Feuerwehr, die in der Ortsgemeinde auch bei Feiern gerne anpackt.
Der Höhepunkt des Jahres ist ein zweitägiges Dorffest am ersten Wochenende im Juli, an dem befreundete Musikgruppen aus anderen Ortsgemeinden auftreten. Im September gibt es außerdem ein vom Baldringer Musikverein organisiertes Schlachtfest und in der Fastnachtszeit eine Kappensitzung, die die Ortsgemeinde plant.
Genau wie die traditionellen Veranstaltungen blickt auch das Dorf selbst auf eine lange Geschichte zurück. Bereits im Jahr 1036 wurde es erstmals urkundlich erwähnt. Während noch im 19. Jahrhundert weniger als 100 Einwohner in dem Ort lebten, gehört es heute zu den prozentual am stärksten wachsenden Dörfern der Region.