Wappen

Greimerath

Wer regelmäßig durch die Region wandert, kennt vielleicht die Traumschleife Greimerather Höhenweg, die in einer ausgedehnten Runde um die Ortsgemeinde Greimerath führt. Knapp 1000 Menschen leben in dem Dorf direkt an der Grenze zum Saarland, am Fuß des Schwarzwälder Hochwaldes mit dem 517 Meter hohen Judenkopf. 


Sowohl für ihr Naturschutzgebiet „Ochsenwiese“   als auch für ein Beweidungsprojekt im Panzbruch ist die Gemeinde bekannt. Taurusrinder weiden auf offenen, feuchten Sumpfwiesen und verhindern, dass das Terrain zuwächst. Dank ihres Einsatzes als tierische Landschaftsgärtner bleiben die Flächen frei von Gestrüpp und bieten Platz für seltene Orchideen und bedrohte Vogelarten.
Ein Zeltplatz, ein Sportplatz, ein Angel-Weiher und die Schneeberghütte, die als Treffpunkt und für Feiern genutzt wird, liegen direkt in der Natur und ermöglichen es, die Natur in der Freizeit auszukosten. Auch Touristen sind bereits auf den Geschmack gekommen und machen in Greimerath Urlaub. Neben Übernachtungsmöglichkeiten gibt es zwei Gastronomiebetriebe, in denen man schlemmen kann. Eine Grundversorgung bietet eine Bäckerei. Außerdem kommen in den Ort mobile Supermärkte. Größere Einkäufe erledigen viele Einwohner im saarländischen Losheim, das in rund zehn Minuten mit dem Auto über die B 268 zu erreichen ist.
Während die meisten Arbeitnehmer pendeln, sind die Wege zur Schule und in den Kindergarten kurz. Sowohl eine Kita mit Ganztagsbetreuung als auch eine Grundschule mit Nachmittagsbetreuung inklusive benachbarter Sporthalle sind vorhanden. Außerdem gibt es für Kinder einen Spielplatz, an dem der Altbach vorbeiplätschert und an heißen Tagen für eine gute Erfrischung sorgen kann. Inzwischen verzeichnet Greimerath eine steigende Geburtenzahl. Junge Eltern, die meist aus der Ortsgemeinde stammen, sanieren alte Häuser oder bauen sich ihr Eigenheim im Neubaugebiet „Zum Sonnenblick“. Von hieraus bietet sich eine Aussicht ins Tal, hin zum Turm der neobarocken Kirche St. Nikolaus und über das  gesamte Dorf.
Für Senioren gibt es Möglichkeiten, in einem altersgerechten Umfeld in ihrer Heimat zu bleiben, denn eine betreute Wohngemeinschaft befindet sich im Ortskern. Die älteren Dorfbewohner erinnern sich noch an die Grube Louise, in der bis 1943 Erz abgebaut wurde und vielen Hochwäldern eine Arbeitsstätte bot. Vermutet wird, dass bereits die Römer und Kelten, die in der Gegend siedelten, Eisen gefördert haben. Heute erinnert an die längst verschlossenen Stollen noch das Gemeindewappen, auf dem unter anderem Hammer und Schlegel abgebildet sind.
Der frühere Bergbaustandort hat sich nach der Schließung der Grube zu einer schmucken Wohngemeinde entwickelt. Die elf Vereine, aber auch freiwillige Helfer bringen Projekte voran, richten Feste aus und tragen zur fortwährenden Verschönerung des Ortes bei.