Wappen

Heddert

Inmitten einer idyllischen Mittelgebirgslandschaft liegt Heddert. Freistehende Häuser mit Blick ins Grüne schmiegen sich an die L143, die als Hauptstraße durch das Dorf führt. Den räumlichen und gesellschaftlichen Mittelpunkt bildet das Bürgerhaus „Helena“, dessen Name an seine frühere Besitzerin erinnert. Es ist ein steinerner Beweis für die starke Gemeinschaft in Heddert. Denn das frühere Bauernhaus ist mit viel Liebe zum Detail komplett saniert und umgebaut worden. 

Hunderte Stunden haben die Dorfbewohner in das alte Gebäude gesteckt, das heute als Treffpunkt, Fest- und Theatersaal dient. Sogar einen eigenen Aufenthaltsbereich für Jugendliche haben die Einwohner eingerichtet. Direkt an das Bürgerhaus grenzt ein weiteres soziales Herzstück: das Feuerwehrgerätehaus mit Schulungsraum. Fast jeder achte Einwohner gehört zu den ehrenamtlichen Kräften, die ausrücken, wenn es brennt. Doch in Heddert sind die Feuerwehrleute nicht nur unterwegs, um Brände zu bekämpfen. Sie beteiligen sich an Fastnachtsplanungen, stehen als Schauspieler auf der Bühne des Bürgerhauses und organisieren die Laurentius-Kirmes, einen der Höhepunkte des Jahres. Neben der Freiwilligen Feuerwehr gibt es noch einen Heimatverein, der sich unter anderem um das Gemeindehaus kümmert.

Das intakte Gemeinschaftsleben ist sicherlich einer der Gründe dafür, dass viele Junge, die in Heddert aufgewachsen sind, in ihrem Ort bleiben möchten, statt in Städte und größere Ortschaften zu ziehen. Während einige von ihnen alte Immobilien sanieren, bauen andere ihr Eigenheim im Neubaugebiet „In den Wirzbruchgärten“. Die Parzellen liegen am Rande des Dorfes in einer Abzweigung der Hauptverkehrsader. Wer sich hier niederlässt, hat Wanderwege, Wald und Feld direkt vor seiner Haustür. Betrachtet man den Bevölkerungstrend der vergangenen zehn Jahre, stellt man fest, dass Heddert leicht gewachsen ist.

Im Ortskern machen regelmäßig rollende Geschäfte Halt. Ansonsten befinden sich die nächsten Einkaufsläden – genau wie eine Kita und eine Grundschule – im benachbarten Schillingen.

Die Laurentius-Kapelle aus dem Jahr 1801, ein weißer Bau mit spitzem Türmchen, dürfte jedem Durchreisenden schon einmal aufgefallen sein. Doch erst bei einem Besuch kommt ihr eigentlicher Schatz zum Vorschein: ein barocker Altar, der mit Gold verziert ist und vermutlich aus der Benediktinerabtei St. Maximin in Trier nach Heddert gelangte. Vor der Kapelle befindet sich ein kleiner Rastplatz, der dazu einlädt, die malerische Natur des Hochwalds auf der anderen Straßenseite zu genießen.


Mehr über die Ortsgemeinde: www.heddert.de