Wappen

Heddert

Inmitten einer idyllischen Mittelgebirgslandschaft liegt Heddert. Freistehende Häuser mit Blick ins Grüne schmiegen sich an die L143, die als Hauptstraße durch das Dorf mit seinen rund 260 Einwohnern führt. 


Den räumlichen und gesellschaftlichen Mittelpunkt bildet das Bürgerhaus „Helena“, dessen Name an seine frühere Besitzerin erinnert. Es ist ein steinerner Beweis für die starke Gemeinschaft in Heddert. Denn das frühere Bauernhaus ist mit viel Liebe zum Detail komplett saniert und umgebaut worden. Hunderte Stunden haben die Dorfbewohner in das alte Gebäude gesteckt, das heute einen modernen Anbau hat und als Treffpunkt, Fest- und Theatersaal dient. Sogar einen eigenen Aufenthaltsbereich für Jugendliche haben die Einwohner eingerichtet.
Direkt an das Bürgerhaus grenzt ein weiteres soziales Herzstück: das Feuerwehrgerätehaus mit Schulungsraum. Helme und Uniformen sind sorgfältig in Fächer einsortiert und über jedem klebt der Name eines Mitglieds.  33 Mitglieder kann man insgesamt zählen. Mit anderen Worten: Fast jeder Achte Einwohner gehört zu den ehrenamtlichen Kräften, die ausrücken, wenn es brennt. Doch in Heddert sind die Feuerwehrleute nicht nur unterwegs, um Brände zu bekämpfen. Sie beteiligen sich an Fastnachtsplanungen, stehen als Schauspieler auf der Bühne des Bürgerhauses und organisieren die Laurentius-Kirmes, einen der Höhepunkte des Jahres. Neben der Freiwilligen Feuerwehr gibt es noch einen Heimatverein, der sich unter anderem um das Gemeindehaus kümmert.
Das intakte Gemeinschaftsleben ist sicherlich einer der Gründe dafür, dass viele Junge, die in Heddert aufgewachsen sind, in ihrem Ort bleiben möchten statt in Städte und größere Ortschaften zu ziehen. Während einige von ihnen alte Immobilien sanieren, bauen andere ihr Eigenheim im Neubaugebiet „In den Wirzbruchgärten“. Die Parzellen liegen am Rande des Dorfes in einer Abzweigung der Hauptverkehrsader. Wer sich hier niederlässt hat Wanderwege, Wald und Feld direkt vor seiner Haustür. Sowohl junge Familien als auch Ältere, die sich nach Ruhe sehnen, zieht es in die Gemeinde. Betrachtet man den Bevölkerungstrend der vergangenen zehn Jahre, stellt man fest, dass Heddert leicht gewachsen ist.
Um in den Genuss eines gastronomischen Angebots zu kommen, müssen die Bewohner ihr Dorf nicht verlassen, denn es gibt direkt im Ortskern eine Gaststätte. Außerdem machen regelmäßig rollende Geschäfte Halt. Ansonsten befinden sich die nächsten Einkaufsläden – genau wie eine Kindertagesstätte und eine Grundschule – im benachbarten Schillingen, das mit dem Auto nur fünf Minuten entfernt ist.
Ganz ohne Fahrzeug erreicht man eine kleine Sehenswürdigkeit: die Laurentius-Kapelle aus dem Jahr 1801. Der weiße Bau mit dem spitzen Türmchen dürfte jedem Durchreisenden schon einmal aufgefallen sein. Doch erst bei einem Besuch des Inneren kommt der eigentliche Schatz zum Vorschein: ein barocker Altar, der mit Gold verziert ist und vermutlich aus der Benediktinerabtei St. Maximin in Trier nach Heddert gelangte. Vor der Kapelle stehen ein Brunnen und ein paar Bänke. Von dem kleinen Rastplatz aus blickt man über die andere Straßenseite auf das, was die Bewohner an ihrem Dorf so schätzen: die malerische Natur des Hochwalds.


Mehr über die Ortsgemeinde: www.heddert.de