Hentern

Direkt an der Ruwer, von Wald umschlossen, liegt Hentern. Auch der Rimpeter Bach und der Lauschterbach fließen durch die Gemeinde, die fast vollständig von Gewässern eingerahmt ist.  Rund um die drei Ströme  haben sich circa 400 Menschen niedergelassen, die die Landschaft des Naturparks Saar-Hunsrück schon beim Blick durch ihr Fenster genießen können. Manch einer ist als Tourist gekommen und als Henterner Neubürger geblieben. 


Die prämierte Ruwer-Hochwald-Schleife und der Ruwer-Hochwald-Radweg locken viele Wanderer und Fahrradfahrer in den Ort, der von dem sanften Tourismus profitiert. Wer nicht nur auf der Durchreise ist, sondern sich einen Zwischenstopp gönnt, kann sich auf einem Wissenspfad, der am Dorfplatz gegenüber der Pfarrkirche startet und sich quer durch den Ort schlängelt, über Umweltschutz und Jagd informieren. Außerdem gibt es einen Landgasthof und Übernachtungsmöglichkeiten. Neben Freizeitsportlern und Naturgenießern reisen auch Geschäftsleute nach Hentern. Denn in einer alten Mühle befinden sich heute Räumlichkeiten für  Seminare und Tagungen.
Die Ortsgemeinde wächst derzeit auf ihrer Südseite. Von dem Neubaugebiet aus, das auf einer leichten Anhöhe liegt, kann man ins Ruwertal und in den Dorfkern blicken. Auch hier soll sich in den kommenden Jahren einiges verändern: Im Rahmen der Dorfmoderation beteiligen sich die Bürger aktiv an der Zukunftsgestaltung und haben verschiedene Schwerpunkte erarbeitet. Dazu gehören die Umgestaltung des Dorfplatzes und die Sanierung historischer Bausubstanz. Hentern soll auch für die kommenden Generationen attraktiv bleiben. Die neu gegründete Regionalgruppe „Hentern blüht auf“ widmet sich speziell den Themen Umwelt und Naturschutz. Wie der Name schon verrät, sorgen die Mitglieder für eine Begrünung, die nicht nur schön fürs Auge sondern auch wichtig für die Insekten und damit für das gesamte Ökosystem ist.  
Während Schmetterlinge und Bienen über die Wiesen schwirren, weiden hier Pferde und Limousin-Rinder, die der einzige verbliebene Haupterwerbslandwirt züchtet. Neben dem Bauern gibt es im Ort eine Schreinerei und einen Bauunternehmer. Die meisten Arbeitnehmer pendeln jedoch in andere Gemeinden oder ins 20 Minuten entfernte Trier. Hentern ist für sie vor allem ein Ort zur Erholung und Entspannung.
Dass es jedoch nicht immer ruhig zugeht, zeigen die Vereine. Von einem Karnvalsverein über eine Frauengemeinschaft bis hin zum Kirchenchor gibt es verschiedenste Möglichkeiten, sich zu engagieren. Auch der Sportverein und die Freiwillige Feuerwehr bereichern das Gemeinschaftsleben und organisieren einmal im Jahr eine Kirmes zu Ehren des heiligen St. Georgs. Spätestens dann werden Hunderte Gäste in dem Ort erwartet. Aber auch sonst lohnt ein Besuch in Hentern – vor allem zur sonnigen Jahreszeit, wenn alles blüht.