Wappen

Kirf

Direkt an das Saarland grenzt Kirf mit den beiden kleineren Ortsteilen Beuren und Meurich. Felder und Wiesen, so weit das Auge reicht, dominieren die Ortsgemeinde, in der sich mehr als 800 Menschen niedergelassen haben. War Kirf bis vor einigen Jahren noch stark landwirtschaftlich geprägt, hat sich die Erwerbsstruktur stark verändert. 


Die meisten Bauern bewirtschaften ihre Äcker und Streuobstwiesen nur noch nebenbei, wenige Betriebe werden aktuell im Haupterwerb geführt. Ein besonderes Traditionshandwerk hat dennoch Bestand, denn Mirabellen oder auch Zwetschgen aus heimischem Anbau werden direkt vor Ort weiterverarbeitet und in den Kirfer Destillerien zu Schnaps gebrannt.
Zum Arbeiten pendelt knapp die Hälfte der Einwohner ins nahegelegene Luxemburg, das circa zwölf Autominuten entfernt ist. Nicht wenige Grenzgänger sind in Kirf heimisch geworden und haben in einem der kleinen Neubaugebiete den Traum vom Eigenheim im Grünen verwirklichen können.
Die Ortsgemeinde liegt an einem Hang der Saargauhochfläche, der frühe Spuren von Besiedlung aufweist. Eine Römerstraße von Trier nach Metz verläuft beispielsweise über das heutige Gemeinde-Terrain und wird gerne von Wanderern sowie Jakobspilgern überquert. Von dem oberhalb des Dorfes gelegenen Höhenzug kann man sowohl nach Frankreich, Luxemburg als auch bis in den Hochwald schauen. Die exponierte Lage bietet jedoch nicht nur schöne Aussichten sondern ist ein geeigneter Standort für erneuerbare Energiegewinnung: Zwölf Windräder sind auf dem Gebiet der Ortsgemeinde entstanden. Abgesehen von den Windkraftanlagen ragt der Kirchturm der katholischen Pfarrkirche St. Remigius über den Dächern Kirfs auf. Sie liegt in der Dorfmitte, gleich neben einem Kriegerdenkmal für die gefallenen Soldaten der beiden Weltkriege, und stammt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts.
Etwas außerhalb, im Tal zwischen Kirf und Freudenburg liegt ein Angelweiher, der als kleines Naherholungsgebiet genutzt wird. Hier kommen nicht nur die Mitglieder des Angelsportvereins zusammen. Vor allem bei Festen füllt sich die Wiese an dem Gewässer. Der Weiher ist sogar ein Ausflugsziel für Menschen von außerhalb – genau wie die vielen Wanderwege, die rund um die Gemeinde verlaufen. Darunter befindet sich unter anderem der 18 Kilometer lange Maria-Croon-Weg, der über breite Pfade von Saarburg ins saarländische Orscholz durchs Leuktal verläuft. Die Route ist nach der 1891 geborenen Heimatdichterin Maria Croon benannt worden, die aus dem Ortsteil Meurich stammt. Sie schrieb lebensnahe Lyrik sowie Prosa und zeichnete ein reales, detailgetreues Bild ihrer Umgebung und ihrer Zeit. Als Idyll bezeichnete die Schriftstellerin ihre ruhige und etwas abgeschiedene Heimat, in der sie – trotz vieler Umzüge in ihrem Leben – auch begraben wurde. 

Damals wie heute machte neben der Landschaft die Dorfgemeinschaft das Leben im Saargau besonders. Neben den drei Ortsfeuerwehren gibt es mehrere Vereine, in denen sich Alt und Jung engagieren. Daneben sind freie Gruppen aktiv – beispielsweise ein Lauftreff und Sportgruppen, die im Bürgerhaus trainieren. Außerdem wird im Winter ein Weihnachtsmarkt organisiert.