Wappen

Mannebach

Über eine Allee aus alten Eschen und Linden gelangt man nach Mannebach. Eine Kelter, die gleich neben dem Ortsschild steht, lässt erahnen, für was das kleine Dorf an der Viezstraße über seine Grenzen heraus bekannt ist: seinen traditionellen Apfelwein. 


Doch das ist nicht das einzige kulinarische Schmankerl, das die Ortsgemeinde im Saargau Feinschmeckern bietet. Es gibt eine Käserei und ein Brauhaus, in dem ein eigenes Mannebacher Bier produziert wird.
Circa 330 Einwohner leben in dem Dorf, das in der Kernzone des Naturparks Saar-Hunsrück liegt. Auf einer Anhöhe thront der kleine Ortsteil Kümmern, von dem man ins Tal nach Mannebach blicken kann. Über den Dächern erhebt sich der Turm der Kirche St. Anna mit seinem offenen Glockenstuhl. Das Kulturdenkmal aus dem 19. Jahrhundert dürften bereits viele Pilger bewundert haben, denn der Jakobsweg von Trier nach Metz verläuft über Mannebach. Abgesehen von der Fernstrecke bietet die Gemeinde Spaziergängern vier Themenwanderwege. Und auch Radfahrer können auf ihre Kosten kommen, denn eine Route durch das Bachtal ist an das Streckennetz in der Region angeschlossen.
Obwohl Mannebach ruhig gelegen ist und von keiner großen Durchfahrtsstraße geschnitten wird, gelangt man mit dem Auto in weniger als zehn Minuten nach Saarburg und innerhalb von 20 Minuten nach Trier. Während viele Einwohner zu ihrer Arbeitsstelle in die Zentren pendeln, hat rund ein Dutzend Gewerbetreibende seinen Sitz direkt vor Ort. Lebten die Bewohner bis Ende der 90er Jahre überwiegend von der Landwirtschaft, so gibt es heute nur noch zwei Landwirte im Nebenerwerb.
Landesweit hat die Ortsgemeinde mit ihrem Mannebacher Mobilitätsmodell auf sich aufmerksam gemacht. Mit unterschiedlichen Angeboten soll die körperliche, geistige und regionale Mobilität gefördert und die Lebensqualität von Jung und Alt gestärkt werden. Herzstück ist die im Ortskern gelegene Dorfgesundheitshütte, in der jedermann seine Kraft und Ausdauer an Geräten trainieren kann. Das kleine Fitnessstudio wurde 2014 neben dem Bürgerhaus Alte Schule errichtet und ist gleichermaßen Sportstätte wie sozialer Treffpunkt. Ein weiterer Baustein des Konzepts ist das Dorfmobil – ein Auto, das sowohl einzelnen Bürgern als auch Vereinen zur Verfügung steht und dabei hilft, die räumliche Mobilität zu verbessern. Ebenfalls etabliert hat sich die Seniorenbegleitung. Ältere Bürger haben die Möglichkeit, Unterstützung zu erhalten, wenn zum Beispiel Arztbesuche anstehen oder Einkäufe erledigt werden müssen. Neben der organisierten Nachbarschaftshilfe und dem Nothilfesystem für die älteren Bewohner sind dies nur einige Beispiele, die dazu beitragen, eine aktive und sorgende Dorfgemeinschaft aufzubauen und zu erhalten. Für die Kinder und Jugendlichen wurde eine Sport- und Freizeitanlage angelegt. Außerdem gibt es inzwischen einen Permakultur-Garten. Denn Nachhaltigkeit wird in Mannebach in vielerlei Hinsicht – ökologisch wie sozial – großgeschrieben. 


Zur Internetseite der Ortsgemeinde: www.mannebach.info