Wappen

Merzkirchen

Insgesamt sieben Ortsteile und damit mehr als jede andere Gemeinde in der Region hat Merzkirchen. In Dittlingen, Kelsen, Körrig, Merzkirchen, Portz, Rommelfangen und Südlingen leben inzwischen über 850 Bürger, wobei die Einwohnerzahl innerhalb des vergangenen Jahrzehnts gestiegen ist. Dass viele der einzelnen Ortsteile wie eigenständige Dörfer wirken, ist kein Zufall, denn die teils mehrere Kilometer auseinanderliegenden Siedlungen waren bis Mitte der 70er Jahre eigenständig. 


Merzkirchen liegt inmitten des Saargaus und nur wenige Kilometer von der luxemburgischen Grenze entfernt. Bekannt ist die ländlich geprägte Gemeinde vor allem für ihre riesigen Streuobstwiesen und die 14 Edelobstbrennereien, von denen viele auch zum Schaubrennen und Probieren einladen.
Nicht nur zum Verköstigen von Hochprozentigem sondern auch zum Wandern und Pilgern zieht es Menschen nach Merzkirchen. An vielen Straßen trifft man auf Wegsteine mit einer Muschel – dem Symbol der Jakobspilgerer, die bis zum Grab des Apostels Jakobus nach Santiago de Compostela laufen. Die Route führt sie dabei über eine alte Römerstraße von Trier über Merzkirchen bis ins französische Metz. Mehr als 6000 Übernachtungen sind im Jahr 2017 registriert worden – den größten Anteil dürften Pilger ausmachen, die bei einem Zwischenstopp gerne einen Blick auf die Pfarrkirche St. Martin erhaschen, deren spitz in den Himmel ragender Turm schon von Weitem sichtbar ist. Neben dem bekannten Fernwanderweg kann man ebenfalls kürzere Strecken erkunden, zum Beispiel den Drei-Dörfer-Weg, der in die Nachbardörfer Mannebach und Fisch führt.   
Die Routen führen allesamt durch die hügelige, von Äckern gesäumte Landschaft. Auf den Feldern wachsen unter anderem Weizen, Braugerste, Mais und Raps. Dazwischen befinden sich Höfe, die vor allem auf die Haltung von Milchkühen spezialisiert sind und zusammengenommen mehr als 1000 Tiere halten. Trotz des strukturellen Wandels  gibt es nach wie vor zehn Landwirte im Haupterwerb und weitere, die ihre Höfe nebenberuflich bewirtschaften. Ein großer Prozentsatz der Arbeitnehmer pendelt ins Großherzogtum. Eine direkte Busverbindung in das luxemburgische Bankenviertel wird von den Merzkirchenern an Werktagen  stark frequentiert.
Die idyllische Lage in Kombination mit der Nähe zum  benachbarten Ausland macht Grundstücke in der Gemeinde begehrt. Neubaugebiete in Merzkirchen, Kelsen und Körrig haben zum Wachstum der Ortsgemeinde beigetragen. Auch die Sanierung alter Anwesen hat zu einem veränderter Erscheinungsbild geführt: Ein altes  Bauernhaus mit Stall ist beispielsweise zu mehreren Wohnungen umgebaut worden und viele alte Fassaden erstrahlen in neuem Glanz. Die Bewohner sind bestrebt, jeden der sieben Ortsteile attraktiv zu gestalten. Im Rahmen des Aufbaus aktiver Dorfgemeinschaften entwickeln sie Ideen und setzen diese um. Darüber hinaus haben Vereine sowie die sechs Freiwilligen Feuerwehren einen wichtigen Platz in der Gesellschaft und jeder Ortsteil feiert seine eigene Kirmes.