Schömerich

Zwischen Klinkbach und Ruwer, auf einem Hügel im Hochwald, haben sich 124 Menschen niedergelassen. Damit ist Schömerich die kleinste Ortsgemeinde in der Verbandsgemeinde Saarburg-Kell. Während die meisten Bürger rund um den Dorfkern wohnen, leben andere mitten in der Natur in den Gemeindeteilen Kimmlerhof und Wendelinushof.


Früher waren die Einwohner vorrangig in der Landwirtschaft tätig, um sich ihren Unterhalt zu sichern. Doch das hat sich über die Jahrzehnte gewandelt. Heute gibt es nur noch Betriebe, die im Nebenerwerb geführt werden. Schweine, Pferde, aber auch eine Herde mit Zuchteseln stehen auf den Weiden rund um Schömerich. An den Koppeln, die zwischen Feldern und Wiesen liegen,  schlängeln sich mehrere Wander- und Spazierrouten entlang. Einer der Wanderwege führt beispielsweise durch den angrenzenden Hardter Wald bis nach Hentern, wobei malerische Aussichten garantiert sind.
Ein ganz besonderer Blick bietet sich auch vom Bürgerhaus Außenbereich des Bürgerhauses, das am Rand der Ortschaft liegt. Vermutlich gibt es nur wenige Gemeinschaftszentren in der Republik, die mit einer Panoramaterrasse aufwarten können, von der man kilometerweit in einen Naturpark schauen kann. Die Schömericher haben viel Energie in dieses Projekt investiert und viele Arbeiten selbst ausgeführt. Bestand das Bürgerhaus früher nur aus einem kleinen Raum mit Küchenzeile, so bietet es heute Platz für ganze Gesellschaften, die in dem hellen und modernen Gebäude zusammenkommen können. Sogar Einwohner anderer Ortschaften fahren nach Schömerich, um in dem erweiterten Zentrum zu feiern. Auch abseits von Festen wird das Bürgerhaus gut genutzt, denn hier versammeln sich der Gemeinderat, eine Damenstrickrunde und das Blasorchester „Die Böhmerischen“. Dieses hat sich der böhmischen Volksmusik verschrieben und  probt hier regelmäßig sein Repertoire, das von Polka bis hin zu Walzer reicht.
Direkt an das Gemeinschaftsgebäude grenzt das Feuerwehrgerätehaus. Die Mitglieder rücken nicht nur aus, wenn es brennt, sondern engagieren sich auch anderweitig: Im Frühling stellen sie den Maibaum auf und im Juni organisieren sie die Johanneskirmes, die am Dorfplatz gegenüber der  Kapelle Sankt Johannes der Täufer aus dem 19. Jahrhundert zelebriert wird. Auch beim Kelterfest, das alle zwei Jahre im Oktober gefeiert wird, kommen die Schömericher zusammen. Waren aus der Region bei dieser Gelegenheit auf einem Bauernmarkt angeboten und den Erlös spendet die Dorfgemeinschaft für wohltätige Zwecke.
Zu den Bewohnern gehören sowohl Alteingesessene als auch Zugezogene, die sich beispielsweise im Neubaugebiet am Römerweg niedergelassen haben. Noch sind Grundstücke in der Straße, deren Name auf eine antike römische Siedlung verweist, erhältlich. Vor allem für Familien sind die Bauplätze attraktiv, da sich in direkter Nachbarschaft ein großer Spielplatz befindet. Schömerich ist zwar klein, aber genau das macht seinen Reiz aus. Denn mehr Ruhe und Natur findet man selten.


Mehr Informationen gibt es auf der Homepage der Gemeinde: www.schoemerich.de