Waldweiler

Natur kann man nicht nur um Waldweiler herum sondern auch mitten im Dorf erleben. Durch die Ortsgemeinde, die am Fuß des 695 Meter hohen Teufelskopf im Naturpark Saar-Hunsrück liegt, fließt der renaturierte Burkelsbach. Rund um den kleinen Strom, der in die Ruwer mündet, ist ein Generationen-Park angelegt worden. 


Für die Kleinen gibt es einen Kinderpielplatz, für die Jugend Flächen zum Kicken und für Ältere ein Kneipp-Becken  sowie zahlreiche Ruhebänke. Quer durch den Park, der am Rande des alten Ortskerns ist, führen verschiedene Wege. Neben einem kurzen Rundgang um den Weiher verläuft auch die Traumschleife Hochwald-Acht durch die grüne Mitte Waldweilers und weiter durch Kell am See und an Schillingen vorbei. Das idyllische Fleckchen ist ebenfalls der Startpunkt für einen 3,5 Kilometer langen Naturlehrpfad mit insgesamt zehn Info-Stationen. Bei einem Spaziergang um das Dorf kann man dessen Natur besser kennenlernen und beispielsweise mehr über heimische Wildtiere, den Lebensraum Weiher oder die Landschaftsentwicklung erfahren.
Direkt neben dem kleinen Naherholungsgebiet steht die Teufelskopfhalle, an die sich ein Festplatz anschließt. Hier finden sportliche Wettkämpfe, aber auch Feiern und die Kirmes statt. Geht man weiter Richtung Dorfmitte, trifft man auf die Alte Schule. Wo früher Grundschulkinder büffelten, kann man es sich heute bei Kaffee und Kuchen gemütlich machen. Das Dorfcafé mit Außenterrasse ist 2019 in das über 100 Jahre alte Gebäude eingezogen. In der aufwändig umgebauten ehemaligen Schule sind neben der Kaffeestube auch Räumlichkeiten für die Gemeinde und barrierefreie Wohnungen entstanden. Realisieren konnte die Gemeinde das Projekt, da sie seit 2016 Schwerpunktgemeinde der Dorferneuerung ist und daher vom Land Rheinland-Pfalz besonders gefördert  wird.
Nur wenige Schritte von der alten Schule entfernt steht ein weiterer auffälliger Bau, der 1977 von der rheinland-pfälzischen Architektenkammer ausgezeichnet worden ist. Die Pfarrkirche St. Willibrord mutet mit ihren aus Ziegeln geformten, einen Meter dicken Mauern auf den ersten Blick wie eine Festung an. Obwohl sie Ende der 1960er Jahre geplant wurde, berichten viele Besucher, dass sie sich beim Betreten des Bauwerks ins Mittelalter zurückversetzt fühlen. Statt auf Gold und Stuck trifft man im Inneren des Gotteshauses auf eine schlichte Gestaltung und die Überbleibsel eines gotischen Chores der Vorgängerkirche.
Preisgekrönt ist nicht nur der Sakralbau sondern auch Waldweiler selbst. Bei dem Landesentscheid des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“  hat sich die Gemeinde, in der rund 800 Einwohner leben, im Jahr 2018 die Bronzemedaille gesichert. Die Jury lobte die Ortsgemeinde vor allem für die grüne Gestaltung und die engagierte Dorferneuerung.
Wer Waldweiler noch nicht kennt und den Eindruck der Preisrichter überprüfen möchte, gelangt ganz einfach über die B 407 zu der Gemeinde. Von Saarburg aus beträgt die Fahrzeit gut 25 Minuten mit dem Auto und von Trier eine halbe Stunde.


Mehr auf der Homepage der Gemeinde: www.waldweiler.de