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Wald- und Vegetationsbrand zwischen Zerf und Vierherrenborn

Gestern Abend kam es gegen 17 Uhr zu einem Wald- und Vegetationsbrand im Bereich der B268 in Höhe Vierherrenborn.

 Hier stand ein Getreidefeld in Flammen, aufgrund starker Winde griff der Brand aber schnell auch auf die Bäume des angrenzenden Waldgebietes über.

 

Insgesamt waren rund 200 Einsatzkräfte zur Brandbekämpfung vor Ort aktiv: Im Einsatz waren aus der Verbandsgemeinde Saarburg-Kell die Feuerwehren Baldringen (MZF 1), Greimerath (TSF-W), Heddert (TSF), Irsch (MTF und TSF-W), Lampaden (TSF-W) Mandern (MTF und TSF-W), Saarburg (TLF 4000, Unimog und MZF 2), Schillingen (MLF und MZF 1), Schoden (MLF und TSF-W), Schömerich (MZF 1), Serrig (MTF und MLF), Vierherrenborn (TSF), Wincheringen (TSF und 10.000l-Löschwasserfaltbehälter), Zerf (MTF, HLF 20/16 und MZF 1) sowie die gesamte Wehrleitung, die Feuerwehr-Einsatz-Zentrale Kell am See und die Führungsstaffel (2x ELW 1). Unterstützung erhielten sie zusätzlich von den Feuerwehren aus Konz, Pellingen, Losheim, Britten und Trier.


Auch das THW Saarburg war mit einem LKW-Kipper mit 8.000 Liter Wassertank im Einsatz und der DRK-Ortsverein Saarburg für den Fall einer notwendigen medizinischen Versorgung vor Ort. 


Bereits in der vergangenen Woche hatten, aufgrund einer Anfrage von Seiten der Verbandsgemeinde, zahlreiche Landwirte der Region ihre Unterstützung bei Wald- und Vegetationsbränden zugesagt. Diese Initiative zahlte sich bereits beim gestrigen Einsatz aus. Im Pendelverkehr brachten rund ein Dutzend Landwirte aus der Umgebung mit Güllefässern und Wassertanks insgesamt 149.000 Liter Wasser zur Einsatzstelle. Auch Scheibenegge, Grubber und Radlader wurden zur Verfügung gestellt. Eine ortsansässige Baufirma stellte den Feuerwehren zusätzlich einen Anhänger mit 500 Liter Diesel zur Verfügung, damit diese in den späten Abendstunden ihre Fahrzeuge auftanken konnten.


Nach sechs Stunden, gegen 23 Uhr, konnte der Einsatz vorerst beendet werden. Insgesamt verbrannte eine zwei Hektar große Fläche, größtenteils Wald. Menschen kamen dabei nicht zu schaden. Die B268 war aufgrund der Löscharbeiten zwischen dem Kreisverkehrsplatz Zerf und der Zufahrt Richtung Vierherrenborn gestern Abend voll gesperrt. 


Im Rahmen der Brandnachschau in der Nacht wurden weitere Glutnester vorgefunden, so dass die Feuerwehren Zerf und Vierherrenborn hier noch einmal ausrücken mussten. Wasser für diese Löscharbeiten bekamen sie von einem mit Wasser befülltem 10.000 Liter Faltbehälter sowie einem 17.000 Liter Güllefass. Auch heute mussten noch weitere Nachlöscharbeiten an der Einsatzstelle vorgenommen werden.


Im Namen der Bewohnerinnen und Bewohner Verbandsgemeinde dankte Erster Beigeordneter Martin Alten der Wehrleitung und allen Einsatzkräften vor Ort: „Nur durch den schnellen, beherzten und selbstlosen Einsatz der Männer und Frauen der Feuerwehr, des THWs und des DRKs konnte gemeinsam Schlimmeres verhindert werden. Ein besonderer Dank gilt auch den Landwirten, deren Unterstützung entscheidend mit dazu beigetragen hat, den Brand unter Kontrolle zu bringen“, so Alten.


Die Polizei schließt aktuell Brandstiftung aus. Wir bitten daher aufgrund der derzeitigen Witterung noch einmal darum, alle Zündquellen wie offenes Feuer oder Zigaretten sowie den Betrieb von Verbrennungsmotoren in Wald und Wiesennähe zu vermeiden!


Foto: Privat