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Hofgut Serrig ist "Ausbildungsbetrieb des Jahres"

Im Rahmen einer Feierstunde wurde das Hofgut Serrig als „Ausbildungsbetrieb des Jahres 2022“ in den grünen Berufen ausgezeichnet.

In dem von der Landwirtschaftskammer gemeinsam mit den Landjugendverbänden in Rheinland-Pfalz alljährlich ausgeschriebenen Wettbewerb konnte das Hofgut den dritten Platz erringen. Der Wettbewerb zeichnet Betriebe aus, welche die wichtige und besondere Aufgabe der Ausbildung leben, vorbildlich arbeiten und eine ausgezeichnete Grundlage bieten für die spätere Ausübung des Berufs. Bewerben konnten sich in diesem Jahr Ausbildungsbetriebe, die in den Berufen Landwirt/in, Pferdewirt/in, Fachkraft Agrarservice, Tierwirt/in und Fischwirt/in ausbilden.


In seiner Begrüßung ließ der Leiter des Hofgutes, Dr. Michael Köbler, noch einmal die 35-jährige Geschichte und Entwicklung des Betriebes Revue passieren. Als Teil der Lebenshilfe-Werke habe man das Ziel der Qualifizierung und Vermittlung von Menschen mit Behinderungen auf den 1. Arbeitsmarkt. „Ausbildung ist also unser Kerngeschäft.“


Neben sechs Auszubildenden aus der Landwirtschaft gibt es am Hofgut noch weitere zwölf Azubis, überwiegend im Bereich der Heilerziehungspflege sowie acht junge Menschen in unterschiedlichen Freiwilligendiensten. Hinzu kommen weitere 40 hauptamtliche Mitarbeiter und 170 Menschen mit geistiger Behinderung.


Rita Lanius-Heck, Mitglied des Vorstandes der Landwirtschaftskammer, dankte allen Ausbildern und Auszubildenden, die Auszeichnung sei ein Aushängeschild für den gesamten Berufsstand, die Region und die Verbandsgemeinde. Sie soll ein Ansporn für das Hofgut sein, in den Bemühungen nicht nachzulassen, damit auch zukünftig viele junge Menschen Freude an Ausbildungen in grünen Berufen haben.


Die erste Beigeordnete des Kreises Trier-Saarburg, Simone Thiel, überbrachte Grüße und Glückwünsche von Landrat Stefan Metzdorf und stellte fest, dass das Hofgut nicht nur ein toller Ausbildungsbetrieb, sondern auch ein Aushängeschild der Inklusion in der Region sei.


Erster Beigeordneter Martin Alten gratulierte im Namen der Verbandsgemeinde zur Auszeichnung und betonte, dass „die Kombination aus lernen in einem breit aufgestellten Betrieb und der Zusammenarbeit mit behinderten Menschen die Ausbildung auf dem Hofgut zu etwas ganz Besonderem macht“.


Der stellvertretende Landesvorsitzende der Landjugend Rheinland-Nassau, Yannik Zender, übergab den Preis an das Team des Hofguts und erläuterte, dass dies kein gewöhnlicher Ausbildungsbetrieb sei, denn zum einen hält das Hofgut ein breites Spektrum an Nutztieren, bewirtschaftet Grünland, produziert Obst und Gemüse, betreibt eine eigene Metzgerei und einen Hofladen. Zum anderen beschäftigt es als berufliche Rehabilitierungseinrichtung Menschen mit Behinderung um ihnen die Teilhabe am Arbeitsleben zu ermöglichen. Dies sei für Ausbilder und Auszubildende neben einer fachlichen auch eine soziale Herausforderung.