Ministerin besucht Feuerwehrneubau in Lampaden


Zwei neue Feuerwehrgerätehäuser, ein nahezu identisches Gebäudekonzept und ein Bauprinzip, das sich auf weitere kommunale Projekte übertragen lässt: Mit den Neubauten in für die Freiwilligen Feuerwehren Kreuzweiler-Dilmar und Lampaden setzt die Verbandsgemeinde Saarburg-Kell auf eine standardisierte und modulare Bauweise in Holz und zeigt, wie sich moderne Feuerwehrgerätehäuser wirtschaftlich, ressourcenschonend und zugleich auf die Anforderungen kleinerer Feuerwehreinheiten zugeschnitten bauen lassen.

Bundesbauministerin Verena Hubertz informierte sich bei einem Besuch in Lampaden über das Projekt und dessen Umsetzung. Der Beigeordnete der Verbandsgemeinde Holger Härtel und Wehrführer Michael Klas begrüßten die Ministerin vor Ort in Lampaden und erläuterten gemeinsam mit Architektin Simone Grimm die Besonderheiten der Bauweise und die Erfahrungen aus dem laufenden Bauprozess.

Das Gebäude in Lampaden verbindet eine Fahrzeughalle mit den notwendigen Funktionsräumen für den Feuerwehrbetrieb. Neben einem Stellplatz für das Einsatzfahrzeug entstehen unter anderem Umkleiden, Sanitärräume, ein Schulungsraum sowie Lager- und Technikflächen. Gebaut wird in Holzmodulbauweise. Ein wesentlicher Teil der Konstruktion wird vorgefertigt und kann anschließend vor Ort montiert werden.

Entscheidend ist jedoch das Zusammenspiel von Vorfertigung, Modularität und Standardisierung. Ein einmal entwickeltes Gebäudekonzept muss nicht für jeden Standort vollständig neu geplant werden. Stattdessen können bewährte Bauteile, Planungsgrundlagen und Abläufe erneut genutzt und an die jeweiligen örtlichen Anforderungen angepasst werden. Dies verkürzt Planungszeiten, erleichtert die Zusammenarbeit der beteiligten Fachplaner und Unternehmen und macht Kosten besser kalkulierbar. Der Bau der beiden Gerätehäuser zeigt auch das Potenzial der seriellen Bauweise: Erfahrungen aus dem ersten Vorhaben können unmittelbar für das nächste genutzt werden.

„Gute Lösungen müssen nicht jedes Mal neu erfunden werden“, erklärte Beigeordneter Holger Härtel: „Dank der modularen Bauweise können wir Anforderungen an Feuerwehrgerätehäuser sinnvoll standardisieren und gleichzeitig die Möglichkeit schaffen, solche Gebäude an verschiedenen Standorten wirtschaftlich umzusetzen.“

Ministerin Hubertz betonte ebenfalls die Bedeutung vorgefertigter Lösungen im kommunalen Bauen. Sie könnten dazu beitragen, Bauvorhaben einfacher planbar zu machen und die Bauzeiten zu verkürzen.

Architektin Simone Grimm bedankte sich insbesondere bei den anwesenden Fachplanern und Vertretern der bauausführenden Unternehmen und betonte die gute Teamarbeit, von Statik über Bauphysik bis hin zu Brandschutz und Holzbau.

Das Projekt gilt seitens des Landes Rheinland-Pfalz als Modellprojekt im Bereich des seriellen Holzbaus im Feuerwehrbereich und erhielt eine Förderung aus dem Bereich klimafreundliches Bauen.